Rose McGowan: „Ich will das Wort Geschlecht nie wieder hören“


Mit ihr begann eine Bewegung: Schauspielerin Rose McGowan. (Foto: Paul Sancya/AP)
Mit ihren Anschuldigungen gegen Harvey Weinstein ist Rose McGowan zur „Me Too“-Ikone geworden. Inzwischen äußert sie sich jedoch ziemlich vorsichtig.

Von Susan Vahabzadeh | Süddeutsche Zeitung

Es gäbe die Debatte um Belästigung vielleicht nicht, hätte die New York Times nicht im Oktober den Fall des Filmproduzenten Harvey Weinstein aufgearbeitet und dabei als eine der Frauen, deren Schweigen er sich mit Druck erkauft hat, die Schauspielerin Rose McGowan genannt. Eben diese bewies daraufhin sehr viel Mut: Sie brach den Vertrag und erzählte öffentlich, Weinstein habe sie vergewaltigt, dafür sei das Schweigegeld geflossen.

Für diesen Mut hat sie am Sonntag bei der diesjährigen DLD-Digitalkonferenz, die am Wochenende in München begann, einen Preis bekommen – und vielleicht auch einfach einen halbwegs angenehmen öffentlichen Auftritt. Sich mit halb Hollywood anzulegen, wie sie es getan hat, kann teuer werden und gefährlich; es muss aber wohl auch sehr, sehr anstrengend gewesen sein.

weiterlesen