Sammelabschiebungen nach Afghanistan gehen weiter


Anschlag in Afghanistan auf ein Hotel in Kabul. Bild: MiGAZIN
Taliban-Kämpfer haben beim Überfall auf ein Luxushotel offenbar gezielt Ausländer töten wollen. Inzwischen wurde auch ein deutsches Todesopfer bestätigt. Innenministerium geht inzwischen von mindestens 29 Toten aus und plant weitere Sammelabschiebungen in das Land.

MiGAZIN

Beim Anschlag auf ein Luxushotel in Afghanistan ist auch eine Deutsche getötet worden. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes bestätigte am Montag in Berlin, dass es auch ein deutsches Todesopfer gegeben habe. Nähere Angaben zur Person machte sie „aus Gründen des Identitätsschutzes“ nicht. Das Bundesinnenministerium sprach in einer Mitteilung von einer „deutschen Staatsbürgerin“. Insgesamt wurden bei dem Anschlag laut afghanischen Behörden 29 Menschen getötet. Lokale Medien gehen jedoch von mehr als 40 Todesopfer aus. Derweil sorgt eine für Dienstag geplante Sammelabschiebung nach Afghanistan für Empörung.

Der Vorsitzende der Hilfsorganisation „Shelter Now“ Deutschland, Udo Stolte, sagte dem Evangelischen Pressedienst, bei dem deutschen Opfer handele es sich um eine Frau, die seit Jahrzehnten in Afghanistan und Pakistan tätig gewesen sei und sich für Arme, insbesondere Kinder, engagiert habe. Mit ihrer kleinen Organisation habe sie sporadisch auch mit Shelter „Now Projekte“ gemeinsam gestaltet.

weiterlesen