Die Flucht einer Atheistin


Rana Ahmad lebt als Atheistin im deutschen Exil (Christian Faustus)
Rana Ahmad verließ vor zwei Jahren ihre Heimat. Sie flüchtete über Istanbul nach Köln. Vorher musste sie die Scharia und die saudische Religionspolizei ertragen. Im Exil in Deutschland ist nun ihr Buch erschienen über ihren „Ausbruch aus Saudi Arabien“ und den „Weg in die Freiheit“.

Von Marie Wildermann | Deutschlandfunk

Rana Ahmad heißt nicht Rana Ahmad. Sie nutzt ein Pseudonym, um sich zu schützen. Sich und die Familie in Saudi-Arabien, vor Hass und Morddrohungen. Aber seitdem sie öffentlich erklärt hat, dass sie sich vom Islam abgewandt hat, ist das Pseudonym eigentlich überflüssig. Denn Rana Ahmad ist gegenwärtig das weibliche Gesicht der Apostasie, des Abfalls vom Islam. Sie wird beschimpft und bedroht von Muslimen aus der ganzen Welt.

„In muslimischen Gesellschaften ist es nicht üblich, dass Frauen sich zum Atheismus bekennen. Nach meinem Interview habe ich viele Drohungen bekommen. Ich glaube, ich bin die erste Frau, die öffentlich in den Medien gesagt hat: Ich habe den Islam verlassen, ich bin Atheistin, weil ich frei sein wollte. Und das schlug ein wie eine Bombe. Drei Millionen Menschen haben den Film auf Deutsche Welle-TV gesehen.“

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