Ein „aggressiver Atheismus“ in Europa verbindet Religion mit Unfreiheit und Unterdrückung


Außenanlage der teilweise zerstörten christlichen Kirche der Unbefleckten Empfängnis (Church of the Immaculate Conception) in Karakosch (auch Qaraqosh oder Bakhdida genannt), südöstlich von Mossul am 18. April 2017. Ein Soldat steht inmitten der Trümmer auf dem Dach des Gebäudeko… Foto: Uygar Onder Simsek (KNA)
Der Linzer Bischof Manfred Scheuer warnt vor einer selektiven Beachtung der Menschenrechte aufgrund eines aggressiven Atheismus in Europa, der Religion mit Unterdrückung verbindet.

Die Tagespost

Ein in Europa beobachtbarer neuer, aggressiver Atheismus verbindet Religion mit Unfreiheit und Unterdrückung – das führt laut dem Linzer Bischof Manfred Scheuer zu einer sehr selektiven Beachtung der Menschenrechte. Die dort verankerte Religionsfreiheit gelte wenig. „Wann immer von der Verfolgung von Christen weltweit die Rede sei, wird dies durch den Rückblick auf vergangene Schandtaten des Christentums zugedeckt“, kritisierte Scheuer. Und weiter wörtlich: „Von einer gegenwärtigen Verfolgung oder Unterdrückung des Christentums will die ‚Political Correctness‘ nichts wissen. Die Verfolgung von Christen stößt auf eine fast unheimliche Nichtbeachtung.“ Der Bischof äußerte sich in einer Predigt in der koptisch-orthodoxen St. Georg-Kirche in Linz, wo Vertreter der neun christlichen Kirchen in Oberösterreich anlässlich der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen einen ökumenischen Gottesdienst feierten.

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