Gigantisches Erbgut des Axolotls entschlüsselt


foto: imp vienna Der mexikanische Axolotl ist der Wunderheiler unter den Wirbeltieren.
Die erstaunliche Fähigkeit des Axolotls, verlorene Körperteile nachzubilden, fasziniert die Wissenschaft seit langem. Nun wurde sein Genom sequenziert

Von David Rennert | derStandard.at

Der Axolotl ist der Star der biomedizinischen Forschung. Der aus Mexiko stammende Schwanzlurch, der sein gesamtes Leben im Larvenstadium verharrt und einen Hang zum Kannibalismus hat, ist ein wahrer Regenerationskünstler: Er kann verlorene Körperteile binnen weniger Wochen wieder nachwachsen lassen – samt Knochen, Muskeln und Nerven. Das funktioniert auch mit verletzter Netzhaut, durchtrenntem Rückenmark, Organen und sogar mit Teilen des Gehirns.

Warum sich die Wissenschaft schon seit dem 19. Jahrhundert für den außergewöhnlichen Salamander interessiert, liegt auf der (noch nicht nachwachsenden) Hand. Einem internationalen Forscherteam um Elly Tanaka vom Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien und Eugene Myers vom Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden ist nun ein entscheidender Schritt zum besseren Verständnis der Regenerationsfähigkeit des Axolotls gelungen: Die Wissenschafter konnten das Erbgut des Überlebenskünstlers entschlüsseln.

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