„Es geht hier nicht um Männlichkeitsrituale, sondern um Straftaten“


Ein Polizist präsentiert ein beschlagnahmtes Faustmesser. Schon 2003 wurden sogenannte Butterfly- und Springmesser verboten Quelle: dpa
In Lünen wird ein 14-Jähriger von einem Mitschüler erstochen, ähnliche Meldungen sind aus den Medien bekannt. Gefühlt gibt es täglich neue Angriffe dieser Art. Ob dieser Eindruck tatsächlich der Realität entspricht, ist umstritten.

DIE WELT

Pistolen und Gewehre sind in Deutschland kaum verbreitet. Entsprechend wenig Menschen sterben durch Schusswaffen. Gefährlich sind aber auch andere Waffen, die überall erhältlich und in jedem Haushalt vorhanden sind. Meldungen zu Angriffen mit Messern lassen die Bedrohung wachsend erscheinen – auch wenn unklar ist, ob die Taten häufiger werden.

In einer Schule im westfälischen Lünen wird Anfang der Woche ein 14-Jähriger erstochen, mutmaßlich von seinem ein Jahr älteren Mitschüler. In Cottbus in Brandenburg gehen deutsche und syrische Jugendliche aufeinander los, nach Messerstichen fließt Blut. Im pfälzischen Kandel stirbt Ende Dezember eine 15-Jährige, nachdem der Täter mit einem Messer zusticht. Vom Berliner Alexanderplatz gibt es im vergangenen Herbst wöchentlich Berichte über Messerstechereien zwischen Gruppen junger Männer.

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