Stadt hält trotz Kritik an Mahnmal für getötete Christen im Osmanischen Reich fest


Die Schuld der anderen? Armenische Flüchtlinge in Syrien, 1915. Sie waren nicht die einzige betroffene Minderheit des Genozides. ©DPA/FAZ
Die mittelhessische Stadt Pohlheim hält an ihren Plänen für ein Mahnmal für die christlichen Opfer des Genozids im Osmanischen Reich fest. Das Mahnmal sei beschlossen und werde trotz der Kritik von türkischer Seite errichtet, sagte der Pohlheimer Bürgermeister Udo Schöffmann.

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Das Mahnmal wäre das erste auf öffentlichem Grund in Deutschland. Demnächst finde das erste Treffen einer Kommission statt, die über den genauen Ort und das Aussehen des Denkmals beraten soll, teilte der Bürgermeister mit.

Das Stadtparlament hatte Ende vergangenen Jahres für das Denkmal gestimmt, mit dem an die Massaker an Armeniern und anderen christlichen Minderheiten im Osmanischen Reich vor rund einem Jahrhundert erinnert werden soll. Dagegen protestierte der türkische Generalkonsul in Frankfurt, Burak Kararti. Das Mahnmal beleidige die türkische Gemeinde, befand er.

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