Anschlag in Kabul: Über 90 Tote und kein Mittel gegen die Taliban


Bild: Ausschnitt aus Taliban-Propaganda-Material
Die radikal-islamistischen Regierungsgegner führen der Weltöffentlichkeit erneut vor, dass sie trotz US-Terrorbekämpfung die Lage in der Hauptstadt nach Belieben weiter eskalieren können

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Der Autobomben-Anschlag heute Morgen in Kabul folgt in mehrerer Hinsicht einem trostlosen Muster, das man von vorhergehenden Massenmörder-Akten in Afghanistan kennt. Auch bei diesem mörderischen Anschlag klettert die Zahl der Toten mit jeder Meldung in grauenhafte Bereiche. Meldete die Tagesschau am späten Samstagvormittag 40 Tote, so wurde die Zahl am Nachmittag vom Gesundheitsministerium auf 95 korrigiert.

Laut Regierungsangaben wurden 163 Menschen verletzt. Der Anschlag wurde um 13 Uhr Ortszeit im Zentrum der Hauptstadt durchgeführt, womit der Weltöffentlichkeit wieder einmal vorgeführt wird, wie wenig Sicherheitsmaßnahmen gegen die heimtückischen Attacken auszurichten vermögen. Der Anschlag fand in einem besonders gesicherten Gebiet statt, in der unmittelbaren Nähe befinden sich Botschaften von China, Frankreich, Iran, Schweden und Indien sowie afghanische Ministerien.

Laut Pajhwok Afghan News, wo man sich auf Quellen aus dem Innenministerium beruft, benutzten der Selbstmordattentäter einen Krankenwagen gefüllt mit Sprengstoff, was ihm ermöglichte, einen Polizei-Checkpoint zu überwinden. Beim zweiten wachsameren zündete er die Sprengladung.

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