Die Erde vor Weltraumwetter schützen


Ein extremer Sonnensturm trifft im Mittel alls 100 bis 200 Jahre einmal die Erde
© NASA
Die europäische Raumfahrtagentur Esa und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt wollen stärker kooperieren. Ein Satellit soll künftig die Sonne beobachten.

Von Pamela Dörhöfer | Frankfurter Rundschau

Das Ereignis setzte so viel Energie frei, als wären Milliarden Atombomben explodiert – und obwohl es sich in 150 Millionen Kilometern Entfernung abspielte, so waren seine Auswirkungen auf der Erde zu spüren: Im September 2017 kam es auf der Sonne zur heftigsten Eruption seit zwölf Jahren. Bereits Minuten später hatte die dabei entstandene Röntgenstrahlung die Ionosphäre der Erde erreicht, jenen Teil der Atmosphäre in einer Höhe von 50 bis 400 Kilometern, der bei der Ausbreitung von Funkwellen eine wichtige Rolle spielt. Kommt es dort zu Veränderungen, so kann das nicht nur den Mobilfunk, sondern auch Navigationssysteme beeinträchtigen.

Der mächtige Sturm, der auf der Sonne tobte, hatte auch Folgen für den Luftverkehr: Flugzeuge sollten die Polarregionen meiden, da diese durch das Magnetfeld der Erde ohnehin weniger gut geschützt als der Rest unseres Planeten sind. Passagiere und Besatzung wären in diesen Tagen dort einer zu hohen Strahlung ausgesetzt gewesen.

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