“Wir sind unserem Gott furzegal”


Er glaubt an das Fliegende Spaghettimonster und setzt sich für Toleranz und gegen Diskriminierung ein: Erpi Bruno ist Mitgründer der italienischen Pastafari-Kirche.

Von Lisa Maria Gasser | salto.bz.de

WWAPD? What Would A Pirate Do?
Was würde ein Pirat tun? Diese Frage steht über allem im Leben eines Pastafaris. Er verehrt das Fliegende Spaghettimonster, glaubt daran, dass es die Welt erschaffen hat. Und im Pastafari-Paradies warten ein Biervulkan und eine Stripper- und Stripperinnen-Fabrik.
Die Anhänger wandeln mit einem Nudelsieb auf dem Kopf umher, bisweilen sind sie auch als Piraten unterwegs.
Was wie ein Spaß klingt, ist für Erpi Bruno alles andere als das. Er ist Bischof, “Frescovo” von Brixen, sein Pastafari-Name lautet “Fra Bernardo de la Fiasca”. Er hat die italienische Kirche des Heiligen Spaghettimonsters mit gegründet, ist Mitglied des “Erektionsteams” und “Ritter des Pastafari-Tempelordens”. “Es handelt sich dabei um selbsternannte Titel – genauso wie jene anderer Religionen”, präzisiert der überzeugte Pastafari.

salto.bz: Für die, die es nicht wissen: Was ist der Pastafarianismus?

Erpi Bruno: Der Pastafarianismus ist eine ernst zu nehmende Religion

Tatsächlich? Man könnte meinen, es sei Satire, eine Parodie!

Wir sind weder als Parodie, oder Satire zu verstehen, sondern eine Religion wie jede andere, auch wenn wir von außen etwas “abstrus” erscheinen mögen. Wir wollen jedoch zeigen, dass eigentlich alle Religionen von außen betrachtet “bizarr” erscheinen.

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