Gericht: Jesus darf Jeans und Tattoos tragen


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Werbeplakate für vereinbar mit der öffentlichen Moral erklärt, auf denen ein tätowierter und Jeans tragender Jesus zu sehen ist.

evangelisch.de

Das in Litauen verfügte Bußgeld für dieses und zwei weitere Bilder, auf denen auch die Gottesmutter Maria und Slogans wie „Jesus Maria, was tragt Ihr denn da!“ zu sehen waren, verstoße gegen die Meinungsfreiheit, urteilte der EGMR am Dienstag in Straßburg. Die Abbildungen, über die sich unter anderen die katholische Kirche beklagt habe, seien nicht überzogen anstößig, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts. Litauen muss dem Kläger, einer Modefirma aus der Hauptstadt Vilnius, 580 Euro Schadenersatz zahlen.

Die Bilder gehörten zu einer Werbekampagne, mit der das Unternehmen 2012 in Vilnius sowie im Internet für eine neue Modekollektion warb. Die Verbraucherschutzbehörde SCRPA erhielt verschiedene Beschwerden und fragte ihrerseits die litauische Bischofskonferenz nach ihrer Meinung, wie der EGMR rekapitulierte. Die Bischofskonferenz befand, dass eine Herabsetzung religiöser Symbole durch die gezielte Verdrehung ihres Sinns der öffentlichen Moral widerspreche.

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