AfD-Mann Wagner: „Wenn du den Islam angefasst hast, kannst du nicht Nein sagen“


AfD-Mitglied Arthur Wagner legte seine Posten nieder und konvertierte zum Islam. Bei einer Pressekonferenz erklärt der Russland-Deutsche, er wolle auch weiterhin Mitglied der rechtspopulistischen Partei bleiben. Quelle: WELT/Lukas Axiopoulos
Ein Vorstandsmitglied der AfD Brandenburg nimmt den muslimischen Glauben an – zum Ärger der Partei. In einer Potsdamer Kneipe erklärt der Konvertit, wie es dazu kam. Und die Zuhörer fragen sich: Macht der Mann Witze?

Von Ricarda Breyton | DIE WELT

30 Minuten nach Beginn der Pressekonferenz hebt ein Mann in der ersten Reihe seine Hand. „Ist das alles Ihr Ernst?“, fragt er. „Oder kommen Sie von Böhmermann?“ Der Frager ist ein Journalist. Und der Gefragte ist Arthur Wagner aus Falkensee. Wagner möchte an diesem Mittwochabend der Presse erklären, warum er – ein ehemaliges Vorstandsmitglied der AfD Brandenburg – zum Islam übertrat.

Das einstündige Gespräch in einer Potsdamer Gaststätte ist eine Herausforderung für die Vorstellungskraft. Immer wieder werfen sich Journalisten fragende Blicke zu. Einige rollen mit den Augen. Und eine Frau flüstert: „Der ist doch undercover hier.“ Wie soll das auch gehen, dass ein Mann den Islam verbreiten will – und gleichzeitig die Agenda der AfD?

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