Pentagon: Geforderte Mini-Nukes nicht als Antwort auf einen Cyberangriff


Abwurftest einer B61-12. Bild: USAF
Im neuen Nuclear Posture Review fordert das Pentagon mehr Atomwaffen mit geringer Sprengkraft und droht den Einsatz von Atomwaffen auch bei einem Angriff mit „nicht-nuklearen Waffen“

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Am 2. Februar wird der neue Nuclear Posture Review (NPR) erscheinen, in dem das Pentagon unter der Präsidentschaft von Donald Trump die Atomwaffenstrategie der USA formuliert. Vor kurzem wurde eine vorläufige Version bekannt. Neu ist vor allem, dass das Pentagon über mehr taktische Atomwaffen mit geringer Sprengkraft und eine atomare Langstreckenrakete verfügen will, die von einem U-Boot abgefeuert wird. Zudem wird der Einsatz von Atomwaffen auch als Reaktion auf einen größeren Angriff mit nicht-nuklearen Waffen angedroht.

Offenbar hatte es darüber einige Aufregung gegeben. So wurde spekuliert, dass auch als Vergeltung auf einen Cyberangriff mit taktischen Atomwaffen zurückgeschlagen werden könnte. Gestern versicherte der Luftwaffengeneral Paul Selva, Vizevorsitzender der Joint Chiefs of Staff, es sei nicht wahr, wenn Menschen behaupten, „dass wir diese taktischen Atomwaffen haben wollen, um auf einen Cyberangriff zu reagieren, weil wir so schlecht bei der Cybersicherheit seien“. Es heiße lediglich, dass die US-Streitkräfte ihr Recht wahren, Atomwaffen einzusetzen, „wenn unsere nationalen Interessen, unsere Bevölkerung oder Infrastruktur mit bedeutsamen Folgen angegriffen werden“.

weiterlesen