Ist unser Modell der Dunklen Materie falsch?

Centaurus A ist schon die dritte Galaxie, die dem gängigen Modell der Dunklen Materie zu widersprechen scheint. © Christian Wolf and the SkyMapper team / Australian National University
Rätselhafte Diskrepanz: Astronomen haben schon die dritte Galaxie entdeckt, die der gängigen Theorie Dunkler Materie widerspricht. Nach Milchstraße und Andromeda passen auch die Bewegungen der Satellitengalaxien um Centaurus A nicht ins Bild – sie rotieren zu geordnet um ihre Muttergalaxie. Das widerspricht dem Standardmodell der Kosmologie und wirft die Frage auf, was im gängigen Modell übersehen wurde, so die Forscher im Fachmagazin Science“.

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Nach unserem gängigen kosmologischen Weltbild enthält jede Galaxie im Kosmos beträchtliche Mengen Dunkler Materie. Ihre Schwerkraftwirkung bestimmt unter anderem die Rotation der Galaxien und wirkt sich auch auf die Bewegung der Zwerggalaxien in ihrem Umfeld aus. Nach der Theorie der sogenannten Lambda Cold Dark Matter (ΛCDM) müssten diese Satellitengalaxien mehr oder weniger zufällig um die Hauptgalaxie verteilt sein.

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Starmus-Festival: «Das wird ein grosses Ding werden»

Als Mitglied des Festival-Direktoriums wäre der Physiker Stephen Hawking in Bern zu erwarten. Bild: Jason Szenes /Keystone
Ende Juni 2019 soll in Bern das Starmus-Festival stattfinden. Astrophysiker und Künstler wollen 50 Jahre Mondlandung feiern – zusammen mit der Bevölkerung.

Von Dölf Barben | DER BUND

Wer sich für Weltraumfahrt und Astronomie interessiert, sollte sich die letzte Juniwoche im nächsten Jahr vormerken. Im besten Fall wird er in Bern gleich vor der Haustüre Vorträge der Starwissenschaftler Stephen Hawking und Richard Dawkins besuchen, mit Moonwalkern in Berührung kommen und ein Konzert mit dem Gitarristen Brian May von der weltberühmten Band Queen hören können. May ist selber Astrophysiker und damit gewissermassen die Verkörperung dessen, was das Starmus-Festival sein will: eine Veranstaltung, die Astronomie und Weltraumforschung mit Musik zusammenbringen will. Oder etwas genereller: Wissenschaft und Kunst. Der Name Starmus steht für diese Verbindung – Sterne und Musik.

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„Wir würden das Wort Wunder nie in den Mund nehmen“

Die Jungfrau von Lourdes

Innere Medizin und Geriatrie sind die Fachgebiete von Cornel Sieber. Doch nebenbei untersucht er ungewöhnliche Heilungen im Wallfahrtsort Lourdes. „Wunderprüfer“ möchte Sieber aber nicht genannt werden.

Von Agathe Lukassek | katholisch.de

Unter den Millionen Pilgern, die in das südfranzösische Lourdes wallfahren, sind auch viele Kranke, die auf Genesung hoffen. Tatsächlich melden sich jährlich einige Dutzend Menschen, die überzeugt seien, in Lourdes von ihren Beschwerden oder einer Krankheit geheilt worden zu sein, berichtet der Altersmediziner Cornel Sieber. Der 58-Jährige gehört seit vier Jahren dem internationalen medizinischen Komitee von Lourdes (C.M.I.L.) an, das solche Fälle aus wissenschaftlicher Sicht prüft. Neben Sieber gehört nur ein weiterer in Deutschland praktizierender Arzt dem gut 30 Mitglieder starken Gremium an. Im Interview berichtet Sieber über die Arbeit im Spannungsfeld zwischen Glaube und Wissenschaft.

Frage: Professor Sieber, wie wird man Wunderprüfer von Lourdes?

Sieber: Zunächst: Wir sind keine Wunderprüfer und würden als medizinisches Komitee das Wort Wunder nie in den Mund nehmen. Das steht uns nicht an, sondern alleinig der katholischen Kirche; wir würden dadurch auch unsere Glaubwürdigkeit verlieren. Als Fachspezialisten sind wir völlig neutral und beurteilen in wissenschaftlichen Gutachten, ob ein Vorfall, der sich während einer Lourdes-Pilgerreise erreignet hat und gemeldet wird, medizinisch erklärbar ist oder nicht. Für das medizinische Komitee wurde ich damals vorgeschlagen. Voraussetzung ist eine gute Reputation und dass man fachlich und menschlich in das Gremium passt. Ich bin wohl auch deshalb ausgewählt worden, weil ich als in Deutschland tätiger Schweizer mehrere Sprachen spreche und weil Experten aus den Fachgebieten Innere Medizin und Altersmedizin gebraucht werden. Wir arbeiten für das Gremium ehrenamtlich.

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Rasanter Anstieg der Afrikanischen Schweinepest

An der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verenden in Ländern östlich von Deutschland immer mehr Wild- und Hausschweine.

Frankfurter Rundschau

Im Jahr 2017 wurden in Polen, Tschechien, Rumänien, der Ukraine und den drei baltischen Staaten insgesamt 4140 Fälle gemeldet, im Januar 2018 allein 759 Fälle. Diese Zahlen ließen darauf schließen, dass die Entwicklung nichts an Dynamik verloren habe, sagte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts für Tiergesundheit, Thomas Mettenleiter, der Deutschen Presse-Agentur. 2014 wurden in diesen sieben Staaten insgesamt nur 304 Fälle gemeldet.

Chinas Christen werfen Papst „Ausverkauf“ an China vor

Zehn Millionen Katholiken in China entziehen sich der staatlichen Kontrolle. – REUTERS/Aly Song
Franziskus will sieben Bischöfe der von Peking geduldeten Staatskirche anerkennen. Die zehn Millionen illegalen Papst-Anhänger in China sehen das als Affront.

Die Presse.com

Papst Franziskus hat mit seinen Bemühungen, auf die kommunistische Führung in China zuzugehen, eine heftige Kontroverse ausgelöst. Berichte über seine Pläne für eine mögliche Anerkennung von Bischöfen der staatlichen „patriotischen“ Kirche Chinas, die den Papst nicht als Autorität anerkennt, stießen auf Warnungen vor einem „Ausverkauf“ der Katholiken der chinesischen Untergrundkirche.

Knapp die Hälfte der schätzungsweise mehr als zehn Millionen Katholiken in China entzieht sich der staatlichen Kontrolle und steht loyal zum Papst, wofür viele auch verfolgt werden. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ vom Freitag will das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem großen Zugeständnis an die Führung in Peking sieben Bischöfe der Staatskirche anerkennen. Dafür wolle der Papst deren Exkommunizierung zurücknehmen, berichtete das Blatt unter Hinweis auf eine Person, die mit dem Plan vertraut sei. Die Bischöfe waren mit Exkommunizierung – dem Ausschuss aus der Kirche – bestraft worden, weil sie gegen den Willen des Papstes ihre Ernennungen durch die Staatskirche angenommen hatten.

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Bayrische Amigo-Kultur

Der Schwarz-Weiß-Ball der Münchner CSU im Jahr 2017 mit Kultusminister Ludwig Spaenle, Finanzminister Markus Söder und Münchens Zweitem Bürgermeister Josef Schmid. (Foto: Johannes Simon)
  • Der Schwarz-Weiß-Ball der CSU mit gut 1000 Gästen wurde von mehreren Unternehmen aus der Immobilienbranche finanziell unterstützt, die derzeit wichtige Bauprojekte in der Stadt betreiben.
  • Grüne und Linke im Münchner Stadtrat kritisieren das.
  • Die CSU weist die Kritik zurück: Der Ball sei so teuer, dass die Partei das nicht aus eigener Kasse bezahlen könne.
  • Hier finden Sie einen Überblick über die Bau-Sponsoren und deren Projekte in der Stadt.

Von Heiner Effern, Hubert Grundner, Christian Krügel | Süddeutsche Zeitung

Gut 1000 Gäste tanzten und speisten im Löwenbräukeller, Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle und Bürgermeister Josef Schmid empfingen dabei viele prominente Gäste, unter anderem den designierten Ministerpräsidenten Markus Söder. Keine Frage: Der Schwarz-Weiß-Ball der Münchner CSU am 20. Januar war wieder ein gesellschaftliches Ereignis – und wird im Nachhinein ein politisches. Denn Linke und Grüne im Stadtrat stoßen sich daran, dass mehrere Unternehmen aus der Immobilienbranche den Ball finanziell unterstützten, die derzeit wichtige Bauprojekte in der Stadt betreiben. Die Linken finden, dass „ein schaler Beigeschmack“ nach dem Ball zurückbleibe. Die Grünen sprechen von „mangelnder politischer Sensibilität“.

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Hohe Sicherheitsvorkehrungen in Rom vor Papstaudienz für Erdogan

Bild: Magazin „The Economist“
Vor dem Besuch des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan erhöht Italiens Hauptstadt Rom die Sicherheitsvorkehrungen.

kath.net

Von Sonntag bis Montagabend werden das historische Stadtzentrum und der Bereich rund um den Vatikan verstärkt abgesichert, wie italienische Medien am Donnerstag berichteten. Mehr als 3.000 Sicherheitskräfte sind demnach zwischen Vatikan und Quirinalspalast sowie der Via Veneto, wo sich Erdogans Hotel befindet, im Einsatz. In diesem Bereich soll auch ein Demonstrationsverbot gelten. Italienische Kurden haben in Rom Protestaktionen angekündigt.

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Dortmund: Verdächtiger nach 32 Jahren freigesprochen

Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
  • Ein 54-jähriger Verdächtiger ist vom Dortmunder Landgericht nach 32 Jahren freigesprochen worden.
  • Er hatte den Mord an einem Siebenjährigen im Jahr 1986 zunächst gestanden, das Geständnis dann aber widerrufen. Er war dennoch verurteilt worden.
  • Ein weiterer Mann hatte elf Jahre später die Tat ebenfalls gestanden, auch er widerrief das Geständnis.

Süddeutsche Zeitung

32 Jahre ist es her, dass in Essen ein siebenjähriger Junge ermordet wird, noch im gleichen Jahr weisen die Richter des Essener Schwurgerichts einen geistig behinderten Mann wegen der Tat auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie ein. Eine Haft schließen sie wegen seiner Behinderung aus. Mehr als 30 Jahre verbringt der heute 54-Jährige in der geschlossenen Anstalt – bis jetzt. Das Dortmunder Schwurgericht nimmt den Fall wieder auf, die Richter können dem Verdächtigen den Mord nicht mehr eindeutig nachweisen und sprechen ihn frei.

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Bericht: Fast 100 Übergriffe auf Christen in Deutschland

Opfer von Gewalt werden, weil man an Jesus Christus glaubt – das passiert nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland. 2017 hat das Bundeskriminalamt erstmals gesondert „christenfeindliche Straftaten“ erfasst.

evangelisch.de

Im vergangenen Jahr gab es einem Zeitungsbericht zufolge in Deutschland fast 100 gezielte Angriffe auf Christen. Darunter waren ein Mord, neun Körperverletzungen und ein Fall von Brandstiftung, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA) meldeten. In rund einem Viertel der Fälle seien Kirchen und christliche Symbole angegriffen worden.

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Auch Ratten betreiben Tauschhandel

Diese Ratte hilft ihrer Artgenossin, das Nackenfell von juckendem Salzwasser zu befrieen – im Austausch gegen Futterbeschaffung. © Universität Bern
Von wegen „fiese Ratte“: Ratten vergelten nicht nur Gleiches mit Gleichem, sie kennen sogar eine Art Tauschhandel: Bekommen sie von einem Artgenossen Futter, dann revanchieren sie sich mit einer Extraportion Fellpflege und umgekehrt. Dieser kognitiv anspruchsvollere Austausch unterschiedlicher Gefälligkeiten und Waren galt bisher als Domäne des Menschen und allenfalls noch von Primaten. Doch wieder einmal belehren uns die schlauen Ratten eines Besseren.

scinexx

„Wie Du mir, so ich Dir“ – dieses Prinzip prägt nicht nur die Kooperation unter uns Menschen, sie findet sich auch im Tierreich. So betreiben viele Tiere gegenseitige Fellpflege oder teilen ihr Futter. Schimpansen belohnen uneigennütziges Verhalten von Artgenossen, indem sie mit diesen teilen und Bonobos helfen sogar Fremden. Auch Ratten handeln nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit.

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Seit Trump wollen viele Amerikaner nicht mehr evangelikal sein

Picture: Tiffany Trump/Facebook
Der Wahlsieg von Donald Trump hat die Evangelikalen in den USA gespalten. Während die konservative Mehrheit dem Präsidenten vieles nachsieht, lehnen vor allem schwarze und Latino-Evangelikale ihn strikt ab.

Von Konrad Ege | domradio.de

Das „Fuller Theological Seminary“ im kalifornischen Pasadena ist eine einflussreiche evangelikale Einrichtung in den USA. Wer hier studiert, soll die Welt verändern. Doch Fuller-Präsident Mark Labberton hat in seinem Buch „Still Evangelical?“ („Noch evangelikal?“), erschienen Ende Januar, eine ernüchternde Bilanz gezogen: Das evangelikale Christentum sei bei der Präsidentschaftswahl auseinandergebrochen, schreibt Labberton. Damit bringt er die jüngsten Entwicklungen in den USA auf den Punkt. Dort ist eine Debatte darüber entbrannt, wie politisch die Bezeichnung „evangelikal“ eigentlich ist.

Trumps Wahlsieg markiert die Wende

Evangelikale Christen, genauer: weiße evangelikale Christen, stehen mehrheitlich aufseiten von US-Präsident Donald Trump. Seine Hetze gegen Fremde ändert nichts an dem Zuspruch, den er bei ihnen findet – obwohl man Fremde laut Bibel schützen soll. Nun denken einige Theologen und Pastoren öffentlich darüber nach, ob sie sich selbst noch als „evangelikal“ betrachten wollen. Oder ob der Begriff als Selbstbezeichnung ausgedient habe.

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Dodo Gauck: «Wohin der Multikulturalismus geführt hat, hat mich erschreckt»

Joachim Gauck war von 2012 bis 2017 Bundespräsident von Deutschland. (Bild: Keystone / Peter Schneider)
Joachim Gauck, der frühere deutsche Bundespräsident, hält an der Universität Düsseldorf eine Rede unter dem Titel «Nachdenken über das Eigene und das Fremde». Die NZZ publiziert Auszüge davon.

Von Joachim Gauck | Neue Zürcher Zeitung

Zunächst: Heine! Er hat mich begleitet, seit ich in literarischen Texten Inspiration und Orientierung suchte. Getröstet hat er mich nur selten. Aber eine eigene Haltung zu finden, dabei hat er mich bestärkt. Und oft habe ich Konstellationen oder Menschen besser verstanden durch das, was Heine dachte und schrieb.

Ganz besonders gilt das für «die Deutschen», über die Heine schrieb – zum Beispiel über ihr besonderes Verhältnis zu dem, wonach ich mich immer sehnte: Freiheit. «Der Engländer liebt die Freiheit wie sein rechtmässiges Weib. Er besitzt sie, und wenn er sie auch nicht mit absonderlicher Zärtlichkeit behandelt, so weiss er sie doch im Notfall wie ein Mann zu verteidigen. Der Franzose liebt die Freiheit wie seine erwählte Braut. Er wirft sich zu ihren Füssen mit den überspanntesten Beteuerungen. Er schlägt sich für sie auf Tod und Leben. Er begeht für sie tausenderlei Torheiten. Der Deutsche liebt die Freiheit wie seine Grossmutter.»

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Behörden holen erstmals Kind von IS-Kämpfern nach Deutschland

In der Nähe der irakischen Stadt Tall Afar nahmen kurdische Kämpfer zahlreiche Frauen und Kinder ausländischer IS-Kämpfer in Gewahrsam. (Foto: Ari Jalal/Reuters)
  • Die Mutter des Kindes ist eine 30-Jährige aus Hessen. Sie reiste zwei Mal freiwillig zum IS und gilt als überzeugte Islamistin.
  • Sein Vater, Mitglied der Frankfurter Salafisten-Szene, soll als Sanitäter beim IS gearbeitet haben.
  • Der Junge soll in Zukunft bei seinen Großeltern in Deutschland aufwachsen.

Von Volkmar Kabisch, Georg Mascolo, Amir Musawy | Süddeutsche Zeitung

Durch das Tor des Frauengefängnisses in der Hundertsten Straße in Erbil tritt ein Mann, das Kind auf seinem Arm klammert sich ängstlich an ihn. Eine Diplomatin des deutschen Generalkonsulats ist bei ihnen, ein Wagen der Vertretung wartet bereits. Mann und Kind sollen den Irak so schnell wie möglich verlassen.

Das Kind ist 14 Monate alt, ein Junge, geboren in Tal Afar, einer kleinen Stadt nahe Mossul. Lange war vermutlich eine Geburtsurkunde des sogenannten „Islamischen Staates“ das einzige Dokument seiner Existenz. Denn zur Welt kam er mitten im Herrschaftsgebiet des IS. Seine Mutter ist Sibel H., die 30-Jährige aus Hessen reiste zwei Mal freiwillig zum IS und gilt als überzeugte Islamistin.

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Amnesty und Oxfam: Unfassbar grausame Zustände in Libyen

Die libysche Flagge © Ben Sutherland @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
In libyschen Internierungslager für Migranten herrschen laut Menschenrechtlern unfassbar grausame Zustände – auch ein Jahr nach einem EU-gestützten Pakt. Die EU sieht jedoch Fortschritte.

MiGAZIN

Migranten in Libyen werden auch ein Jahr nach einem von der EU unterstützten Migrationspakt laut Menschenrechtlern massenhaft inhaftiert und misshandelt. Die EU müsse ihre Politik gegenüber der libyschen Regierung sofort ändern, forderten Oxfam und Amnesty International am Donnerstag in Brüssel. Eine EU-Sprecherin teilte dem Evangelischen Pressedienst daraufhin mit: „Wir teilen dasselbe Ziel: Leben retten und Unterstützung und alternative Lösungen für Migranten anbieten.“ Dabei habe es in den vergangenen zwei Jahren klare Resultate gegeben.

Laut Oxfam berichteten Menschen, die aus den libyschen Lagern entkamen, von Entführungen, Vergewaltigungen, Zwangsarbeit und Mord. Die Leiterin des EU-Büros von Amnesty, Iverna McGowan, betonte, alle mit Libyen kooperierenden europäischen Regierungen teilten die Verantwortung für den Umgang mit Migranten in libyschen Lagern, wo sie skrupellos misshandelt würden.

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Schafft Franziskus das Verbot der „Pille“ ab?

Wird die Enzyklika „Humanae vitae“ in Frage gestellt? Die Haltung von Papst Franziskus ist unklar.Foto: Carlos Lezama/Agentur Andina/dpa
Es gibt rätselhafte Hinweise darauf, dass die Enzyklika „Humanae vitae“ ausgehöhlt werden könnte. Aber die Vorgänge sind undurchsichtig. Lesen Sie hier einen Beitrag der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA).

DER TAGESSPIEGEL

„Bergoglio erlaubt die Pille“. „Jetzt schafft er ‚Humanae vitae‘ ab“. Seit Tagen schon schlagen konservative katholische Blogs und Twitterer Alarm. Der Journalist Sandro Magister, eine Galionsfigur der Franziskus-Kritiker, betitelte seinen Beitrag: „’Humanae vitae‘ adieu. Franziskus liberalisiert die Pille“. Anlässe der Aufregung: ein Vortrag an der Päpstlichen Universität Gregoriana, Artikel in der Tageszeitung der Italienischen Bischöfe sowie päpstliche Recherchen im Archiv der Glaubenskongregation.

„Humanae vitae“, mit dem Papst Paul VI. (1963-1978) künstliche Verhütungsmethoden als moralisch verwerflich verbot, ist für liberale Katholiken seit 50 Jahren ein Rotes Tuch. „Amoris laetitia“, in dem Franziskus einen nachsichtigen Umgang mit Katholiken in zweiter Ehe nahelegt, ist das Hassbild der Konservativen.

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Verschränkung von Quantenteilchen

Grafik: TP
Von einem bizarren und lange unverstandenen Quantenphänomen zu einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts

Von Lars Jäger | TELEPOLIS

Im Jahr 1981 hielt der berühmte theoretische Physiker Richard Feynman eine vielbeachtete Rede, in der er einen Gedanken entwickelte, der Physiker und Ingenieure bis heute in Atem hält. Er entwarf die Vision einer ganz neuen Art von Computer, der heutige Hochleistungs-Computer aussehen lassen würde wie einen Commodore 64 aus den frühen 1980er Jahren: ein „Quantencomputer“. Grundlage eines solchen Computers ist das wohl ominöseste Phänomen in der Quantenwelt, das bereits den Gründungsvätern der Quantentheorie viel Kopfzerbrechen bereitete: die Verschränkung von Quantenteilchen.

Damals nur ein verwegener Gedanke eines einzelnen visionär denkenden Physikers treibt die Idee Feynmans heute eine ganze Schar von Physikern und Ingenieuren an, und mit ihnen milliardenschwere Investoren, die bereits die nächste technologische Revolution mitsamt beträchtlichem Gewinnpotential wittern. Sie alle wissen: Quantencomputer, einmal aus den Kinderschuhen erwachsen, werden ein neues Zeitalter in der Datenverarbeitung einleiten. Sie könnten das 21. Jahrhundert ähnlich prägen, wie die Entwicklung digitaler Schaltkreise das 20. Jahrhundert. Aber es ist nicht nur der Quantencomputer, der seit einigen Jahren die Herzen der Physiker höher schlagen lässt. Seit Beginn der 2000er-Jahre zeichnet sich eine breite neue Quantenrevolution ab. Sie hat auch bereits einen Namen: Quantum 2.0.

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Evolutionstheorie: Mit dem Koran unvereinbar?

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Hat Gott den Menschen erschaffen oder stammt der Mensch vom Affen ab? Nicht nur in den USA, auch in der Türkei ist die Antwort gar nicht so eindeutig. Denn auch 160 Jahre nachdem Charles Darwin seine Evolutionstheorie erstmals veröffentlichte, tut sich die Mehrheit der Muslime damit schwer – auch hierzulande.

Von Michael Hollenbach | NDR.de

„Heute ist der allergrößte Teil der muslimischen Gelehrsamkeit der Auffassung, dass die Evolutionstheorie so nicht stimme und es gibt viele Übernahmen aus dem amerikanischen Kreationismus, dem ‚intelligent design'“, sagt der Religionswissenschaftler Michael Blume. Dieser Kreationismus christlicher Fundamentalisten versucht, unbestreitbare Fakten der Evolutionslehre irgendwie in den Schöpfungsglauben zu integrieren. Wobei es der Islam eigentlich leichter hat als das Christentum, so Blume. Schöpfungsmythos und Evolutionstheorie seien im Islam besser zu vereinbaren, denn der Koran kennt – im Gegensatz zur jüdisch-christlichen Tradition – keine zusammenhängende Schöpfungsgeschichte: „Die Schöpfungslehre im Koran ist weniger spezifisch als in der Bibel. Da wird gesagt, dass der Mensch in Stufen geschaffen wurde oder dass er aus einem Tropfen Blut geformt sei.“

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Stehen hilft beim Abnehmen

Die Besprechung einfach im Stehen abhalten: Schon das reicht aus, um etwas für die Gesundheit zu tun. © Cecilie Arcurs/ istock
Runter vom Stuhl: Wer stundenlanges Sitzen im Alltag durch Stehen ersetzt, tut bereits viel für seine Gesundheit. Denn eine Meta-Analyse zeigt: Im Stehen verbrennt der Körper mehr Kalorien als im Sitzen. Den Stuhl zu verbannen eignet sich jedoch nicht nur als Strategie gegen überflüssige Pfunde. Auch das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes sinkt durch die zusätzliche Muskelaktivität, wie Forscher berichten.

scinexx

Die meisten von uns bewegen sich im Alltag zu wenig – ein wachsendes Gesundheitsproblem. Denn mangelnde körperliche Aktivität erhöht das Risiko für Übergewicht, Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes und viele weitere Erkrankungen. Eigentlich wissen wir das. Trotzdem fällt es uns oft schwer, in unserem vollgepackten Terminplan noch eine Lücke für den Gang ins Fitnessstudio oder eine Joggingrunde durch den Park zu finden.

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Nord-Regierungschefs wollen Reformationstag als weiteren Feiertag

Die norddeutschen Ministerpräsidenten haben sich am Donnerstag für die Einführung eines zusätzlichen Feiertages in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ausgesprochen.

evangelisch.de

Bei einer Sondersitzung der Konferenz Norddeutschland in Berlin empfahlen sie dafür den Reformationstag (31. Oktober). Der neue Feiertag in Norddeutschland solle in einem möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens sowohl in den Ländern wie auch über die Ländergrenzen hinweg gefunden werden, hieß es.

In Mecklenburg-Vorpommern ist der Reformationstag bereits ein gesetzlicher Feiertag. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil und Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (beide SPD) verwiesen auf ein gemeinsames Interesse an einem zusätzlichen Feiertag in den norddeutschen Bundesländern. Die Diskussion in Niedersachsen solle nun engagiert weitergeführt und möglichst im Sommer abgeschlossen werden, sagte Weil.

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The Plan to Build a Gold Mine on a Seismic Fault in Greece

A local shows off a piece of pyritis he pocketed in the 1990s when working in the mines. Image: Nikos Symeonidis
“The problem is that we can never predict when an earthquake can strike.”

By Sarah Souli | MOTHERBOARD

The graffiti is splashed along the highways and side roads, riddled with potholes, that snake through the mountains and seaside villages of eastern Halkidiki, a region of northern Greece.

I FUCK YOUR GOLD, one tag says.

DEATH TO ELDORADO, reads another.

Halkidiki is a peninsula that resembles a stout, three-legged man. The spindly legs, covered in fragrant pine trees, are surrounded by turquoise waters. The first two legs are highly developed areas attracting tourists from around the world, with solid infrastructure, massive hotels, and well-paved roads. “There’s no place like Halkidiki,” as the local saying goes.

That’s taken on another meaning in the third, northeastern-most leg. Despite having the same topography as the other two plus the second most important location in Christian Orthodoxy, the holy Mount Athos monastery, this region of the peninsula has little touristic infrastructure. Visitors dwindle to a few older folks. And the roadside graffiti is an indicator of this being an epicenter of ongoing environmental and economic tensions with Canadian mining company Eldorado Gold, which is in the process of operating three copper-ore and gold mines in the region.

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