Amnesty und Oxfam: Unfassbar grausame Zustände in Libyen


Die libysche Flagge © Ben Sutherland @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
In libyschen Internierungslager für Migranten herrschen laut Menschenrechtlern unfassbar grausame Zustände – auch ein Jahr nach einem EU-gestützten Pakt. Die EU sieht jedoch Fortschritte.

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Migranten in Libyen werden auch ein Jahr nach einem von der EU unterstützten Migrationspakt laut Menschenrechtlern massenhaft inhaftiert und misshandelt. Die EU müsse ihre Politik gegenüber der libyschen Regierung sofort ändern, forderten Oxfam und Amnesty International am Donnerstag in Brüssel. Eine EU-Sprecherin teilte dem Evangelischen Pressedienst daraufhin mit: „Wir teilen dasselbe Ziel: Leben retten und Unterstützung und alternative Lösungen für Migranten anbieten.“ Dabei habe es in den vergangenen zwei Jahren klare Resultate gegeben.

Laut Oxfam berichteten Menschen, die aus den libyschen Lagern entkamen, von Entführungen, Vergewaltigungen, Zwangsarbeit und Mord. Die Leiterin des EU-Büros von Amnesty, Iverna McGowan, betonte, alle mit Libyen kooperierenden europäischen Regierungen teilten die Verantwortung für den Umgang mit Migranten in libyschen Lagern, wo sie skrupellos misshandelt würden.

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