Chinas Christen werfen Papst „Ausverkauf“ an China vor


Zehn Millionen Katholiken in China entziehen sich der staatlichen Kontrolle. – REUTERS/Aly Song
Franziskus will sieben Bischöfe der von Peking geduldeten Staatskirche anerkennen. Die zehn Millionen illegalen Papst-Anhänger in China sehen das als Affront.

Die Presse.com

Papst Franziskus hat mit seinen Bemühungen, auf die kommunistische Führung in China zuzugehen, eine heftige Kontroverse ausgelöst. Berichte über seine Pläne für eine mögliche Anerkennung von Bischöfen der staatlichen „patriotischen“ Kirche Chinas, die den Papst nicht als Autorität anerkennt, stießen auf Warnungen vor einem „Ausverkauf“ der Katholiken der chinesischen Untergrundkirche.

Knapp die Hälfte der schätzungsweise mehr als zehn Millionen Katholiken in China entzieht sich der staatlichen Kontrolle und steht loyal zum Papst, wofür viele auch verfolgt werden. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ vom Freitag will das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem großen Zugeständnis an die Führung in Peking sieben Bischöfe der Staatskirche anerkennen. Dafür wolle der Papst deren Exkommunizierung zurücknehmen, berichtete das Blatt unter Hinweis auf eine Person, die mit dem Plan vertraut sei. Die Bischöfe waren mit Exkommunizierung – dem Ausschuss aus der Kirche – bestraft worden, weil sie gegen den Willen des Papstes ihre Ernennungen durch die Staatskirche angenommen hatten.

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