Seit Trump wollen viele Amerikaner nicht mehr evangelikal sein


Picture: Tiffany Trump/Facebook
Der Wahlsieg von Donald Trump hat die Evangelikalen in den USA gespalten. Während die konservative Mehrheit dem Präsidenten vieles nachsieht, lehnen vor allem schwarze und Latino-Evangelikale ihn strikt ab.

Von Konrad Ege | domradio.de

Das „Fuller Theological Seminary“ im kalifornischen Pasadena ist eine einflussreiche evangelikale Einrichtung in den USA. Wer hier studiert, soll die Welt verändern. Doch Fuller-Präsident Mark Labberton hat in seinem Buch „Still Evangelical?“ („Noch evangelikal?“), erschienen Ende Januar, eine ernüchternde Bilanz gezogen: Das evangelikale Christentum sei bei der Präsidentschaftswahl auseinandergebrochen, schreibt Labberton. Damit bringt er die jüngsten Entwicklungen in den USA auf den Punkt. Dort ist eine Debatte darüber entbrannt, wie politisch die Bezeichnung „evangelikal“ eigentlich ist.

Trumps Wahlsieg markiert die Wende

Evangelikale Christen, genauer: weiße evangelikale Christen, stehen mehrheitlich aufseiten von US-Präsident Donald Trump. Seine Hetze gegen Fremde ändert nichts an dem Zuspruch, den er bei ihnen findet – obwohl man Fremde laut Bibel schützen soll. Nun denken einige Theologen und Pastoren öffentlich darüber nach, ob sie sich selbst noch als „evangelikal“ betrachten wollen. Oder ob der Begriff als Selbstbezeichnung ausgedient habe.

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