Wie der Riss durch Cottbus so tief werden konnte


In Cottbus leben etwa 100 000 Menschen. (Foto: REUTERS)
  • In Cottbus demonstrieren am Samstag sowohl Flüchtlinge als auch der rechtsgerichtete Verein „Zukunft Heimat“.
  • In der brandenburgischen Stadt gab es in den vergangenen Wochen eine Gewaltserie zwischen Deutschen und Flüchtlingen.
  • Unbekannte stürmten eine Flüchtlingsunterkunft und griffen die Bewohner an. Außerdem verteilten Rechte Reizgas an Passanten. Auch syrische Jugendliche begingen Gewaltdelikte.

Von Max Ferstl | Süddeutsche Zeitung

In Cottbus hat sich einiges aufgestaut: Attacken von Deutschen auf Flüchtlinge und umgekehrt – immer und immer wieder. Seit Monaten schon, aber im Januar in konzentrierter Form.

Für Samstag sind nun zwei Demonstrationen angekündigt. Eine davon haben Flüchtlinge initiiert. Unter dem Motto „Leben ohne Hass – Gemeinsam gegen die Angst“ wollen sie ab 11 Uhr für Offenheit und ein friedliches Miteinander eintreten. „Die Stimmung hier ist so, als hätte jeder Syrer ein Messer dabei“, sagte Mitorganisator Ahmad Tammae dem Tagesspiegel.

Am Nachmittag treffen sich diejenigen, die auf der anderen Seite stehen. Der Organisator, der Verein „Zukunft Heimat“, erklärt, dass man sich in Cottbus „nicht mehr so selbstverständlich und sicher bewegen“ könne. So steht es in der Ankündigung. Keiner könne verstehen, warum Flüchtlinge „bewaffnet durch die Straßen ziehen“.

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