Antisemitismus: Lisa Fitz und die „Drachenreiter“ der Rothschilds


Lisa Fitz singt gerne. Foto: Imago
Die Kabarettistin Lisa Fitz gibt die Alles-Checkerin. Leider spielt sie mit ihrem neuesten Stück auf der Klaviatur der Rechten und setzt auf Provokation durch Verschwörungstheorien. Die Kolumne.

Von Katja Thorwarth | Frankfurter Rundschau

Nein, in die rechte Ecke will die Kabarettistin Lisa Fitz nicht gestellt werden. „Ich würde mich sehr freuen über aufrechte SPD-ler, Linke und Grüne, denen mein Song ‚Ich sehe was‘ auch gefällt“, fordert sie auf Facebook angesichts jener Zustimmung, mit der sie sich angeblich nicht gemein machen will. Und das in Großbuchstaben.

Dass sie in der Vergangenheit schon auf jener Klaviatur spielte, der die Rechte besonders gerne lauscht, weiß man seit 2016. Damals hatte Fitz dem Kremlsender RT ein Interview gegeben, ihre Kabarett-Kollegen als „systemimmanente Hofnarren“ abgewatscht und von der „Weglasspresse“ fabuliert, wie es AfD-Frau Alice Weidel auch nicht besser hinbekommt.

Im Musik-Video „Ich seh was“ offenbart Fitz ihren Anhängern eine weitere Facette ihres kulturpolitischen Schaffens: Ein Standbild zeigt die schwarz gekleidete Kabarettistin vor schwarzem Hintergrund mit einem Blick, der alle physikalischen Grenzen zu durchdringen vorgibt. Beschwörend legt sie ihren Zeigefinger an den Mund, ganz so, als dürfe nicht ausgesprochen werden, was nur die mutige Fitz in Form eines einprägsamen Sprechgesangs sich unter die Menschheit zu predigen traut.

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