Jährlich 100.000 Schlangenbisstote – Gefahr oft vernachlässigt


foto: siegfried modola/msf Jährlich werden rund 5,4 Millionen Menschen von Schlangen gebissen
Schwellungen, starke Schmerzen und innere oder äußere Blutungen, die zum Tod führen können: Der Biss einer Viper soll als Notfall behandelt werden, sagt Julien Potet, Experte für Schlangenbisse bei Ärzte ohne Grenzen (MSF). Ebenso die Angriffe anderer Schlangenarten wie Kobras oder Mambas, die die Atemmuskeln lähmen können und zu neurologischen Schäden führen.

Von Bianca Blei | derStandard.at

Etwa 5,4 Millionen Menschen werden jährlich von Schlangen gebissen. Dabei vergiften sich bis zu 2,7 Millionen Personen, rund 100.000 von ihnen sterben. Dreimal so viele Menschen erleiden Behinderungen durch die Attacke. Und das, obwohl Gegenmittel verfügbar sind, die medizinischen Angebote die Betroffenen aber nicht erreichen: Die Patienten befinden sich nämlich in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen – vor allem in den ländlichen Gebieten Süd- und Südostasiens sowie in Subsahara-Afrika und auch Lateinamerika.

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