„Die Rakete hat es fast auf direktem Weg zum IS geschafft“


Der 31-jährige Belgier Damien Spleeters ist Regional Operations Officer der Conflict Armament Research (CAR). Seit 2014 ist er in Syrien und im Irak im Einsatz. (Foto: James Bevan/CAR)
Der Waffenkontrolleur Damien Spleeters schildert seine Arbeit für die EU, beschreibt die Rüstungsfabriken des „Islamischen Staats“ und erklärt, warum die USA Kalaschnikows in Osteuropa produzieren lassen.

Interview von Tahir Chaudhry | Süddeutsche Zeitung

Der 31-jährige Belgier Damien Spleeters ist Regional Operations Officer der Conflict Armament Research (CAR), einer britischen Nicht-Regierungsorganisation. Ihr Ziel ist es, im Auftrag der Europäischen Union aufzuklären, woher die Waffen und Munitionsbestände des „Islamischen Staates“ in Syrien und im Irak stammen. Vor seinem nächsten Einsatz im Irak spricht der Waffenkontrolleur über seine bisherigen Erkenntnisse.

SZ: Seit mehr als drei Jahren untersuchen Sie für die britische Nichtregierungsorganisation „Conflict Armament Research“ die militärischen Versorgungsketten des „Islamischen Staates“. Mit wie vielen Waffen hatten Sie zu tun?

Damien Spleeters: Mit meinem Team habe ich zwischen 2014 und 2017 mehr als 1800 Waffen und mehr als 40 000 Stück Munition begutachtet. Das sind Teile eines großen Puzzles.

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