Die Tagebücher des Jassir Arafat und ein Treffen im „Imperial“


Jassir Arafat – ein Mysterium für Israel und den Rest der Welt. – (c) REUTERS (Abed Omar Qusini)
Das italienische Magazin „L’Espresso“ enthüllt angebliche Bestechungsgelder Berlusconis an den Führer der Palästinenser und einen Antiterror-Pakt der PLO mit Italien.

Von Thomas Vieregge | Die Presse.com

Es mag bloßer Zufall gewesen sein, dass am 27. Juli 1998 Silvio Berlusconi im opulenten Foyer des Hotel Imperial in Wien wartete – und oben im ersten Stock Jassir Arafat in seiner Suite mit mehrstündiger Verspätung zu später Stunde österreichischen Journalisten ein Interview gab, als wäre es eine Audienz. Gezeichnet von einer Krankheit murmelte Arafat eher, als dass er sprach. Fast 20 Jahre nach dem heißen Sommerabend eröffnet sich indessen ein neuer Blick auf diese Koinzidenz.

Womöglich sind damals der italienische Ex-Premier und der Palästinenserführer zu einer diskreten Absprache in Wien zusammengekommen. Das italienische Nachrichtenmagazin „L’Espresso“ zitiert nämlich aus den bis dato geheimen 19 Tagebüchern Arafats, wonach die beiden Staatsmänner in einer europäischen Hauptstadt eine Vereinbarung getroffen hätten.

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