Wie sich die Evolutionsgegner zum Affen machen


Wer gedacht hat, der Kampf gegen antiwissenschaftlichen Kreationismus sei längst gewonnen, hat sich getäuscht. Wir werden uns noch wundern, was alles möglich ist.

Von Florian Aigner | futurezone.at

Lange Zeit war es irgendwie lustig. Man las über religiöse Fundamentalisten in den USA, die wutschnaubend dagegen protestierten, dass ihre Kinder in der Schule mit der unheiligen Evolutionstheorie befleckt würden – wo doch in der Bibel eindeutig steht, dass Adam und Eva am sechsten Tag erschaffen wurden, voll funktionstüchtig und schön frisiert, ohne dass vorher irgendein haariger Australopithecus mit fragwürdigen Tischmanieren über die Savanne spazieren musste.

Diese Radikalreligiösen, die antike Mythen nicht von naturwissenschaftlichen Fakten unterscheiden können, erschienen uns kurios, weit weg und wenig bedrohlich. Man konnte sich lustig machen über diese ungebildeten Bible-Belt-Amerikaner. Wir sind schließlich aufgeklärte Europäer, hier ist Wissenschaft doch Grundkonsens. Ach, wie lagen wir falsch! Wir sollten uns darauf einstellen, immer häufiger wissenschaftliche Tatsachen gegen fundamentalistische Attacken verteidigen zu müssen. Das wird kein Spaß.

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1 Comment

  1. Die christlichen Evolutionsgegner sind ja häufig noch ein leichter Fall.
    Interessanter wird es, wenn es um die konkrete Anwendung evolutionärer Theorien auf den Menschen geht.
    Da werden viele zustimmen, dass der Mensch durch evolution entstanden ist.

    Dass aber evolutionäre Auswirkungen auf unser Gehirn immer noch unser Denken mitprägen, dass wir wegen sexueller Selektion zwangsläufig hohe Geschlechterunterschiede haben müssen, da hört das Verständnis dann auf

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