Moscheebau in Regensburg löst Spam-Flut aus


Das Minarett der geplanten Moschee im Regensburger Osten wird 21 Meter hoch sein – der Dom misst 105 Meter. (Foto: Entwurf: Yilbirt Architekten)
  • Die Regensburger Rathaus-SPD wird überschwemmt von Tausenden E-Mails: Darin wird gefordert, den Neubau einer Moschee der Ditib-Gemeinde zu stoppen.
  • Mitangeheizt wurde die Diskussion von der Regensburger AfD, die mit einem Facebook-Post suggerierte, das Minarett sei höher als der Dom.
  • Bisher ist unklar, wer hinter der Flut an Protest-Mails steckt.

Von Andreas Glas | Süddeutsche Zeitung

Klaus Rappert hat nachgezählt. 10 448 E-Mails waren es, Stand Montagfrüh. Alle im gleichen Wortlaut verfasst, alle landeten im Postfach der Regensburger Rathaus-SPD, deren Fraktionschef Rappert ist. Die Absender fordern, den Neubau der Moschee „sofort zu stoppen“ und das „vom Christentum geprägte Stadtbild“ zu erhalten.

Tausende solcher E-Mails gingen in den vergangenen Tagen auch bei anderen Stadtratsfraktionen ein. Inzwischen hat die SPD reagiert und die Sache tatsächlich gestoppt. Nicht den Bau der Moschee, sondern die E-Mail-Flut. Die Protest-Mails landen jetzt nicht mehr im SPD-Postfach. Sie werden automatisch gelöscht. Es sei offensichtlich, dass es den Absendern „nicht um eine sachliche Diskussion“ gehe, sagt Rappert.

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