Alle wollen ins All


Space-X-Gründer Elon Musk hat mit dem Testflug seiner Falcon Heavy gezeigt, dass sich die private Raumfahrt nicht nur schnell entwickelt, sondern auch die Technik im Griff hat. (Foto: REUTERS)
  • Der Start der Schwerlastrakete Falcon Heavy macht deutlich, dass die private Raumfahrt derzeit ihrem staatlichen Pendant in vielen Bereichen den Rang abläuft.
  • Die Erfolge der privaten Anbieter rufen nun wiederum die Politik auf den Plan: Sie will vom neuen Glanz der Raumfahrt profitieren.

Von Hans von der Hagen, Dieter Sürig | Süddeutsche Zeitung

Vor Jahren war Elon Musk auf der Webseite der Nasa unterwegs. Er suchte nach Informationen zu geplanten Missionen zum Mars. Erfolglos. „Erst dachte ich, Jesus, ich schaue vielleicht nur an der falschen Stelle!“ Aber es sei wie verrückt gewesen. „Da war nichts.“ So erzählte er es einmal dem Magazin Wired.

Schaute Musk heute wieder auf die Webseite, fände er dort nun zwar manches über den Mars, doch Daten über bemannte Missionen zum Roten Planeten würde er noch immer vergeblich suchen. Musk selbst will Mitte des nächsten Jahrzehnts Menschen dorthin schicken. Insofern war der Frust beim Besuch der Seite im Jahr 2002 vielleicht einer der Schlüsselmomente, die erklären, warum private Unternehmen wie Space-X der staatlichen Raumfahrt mittlerweile in vielen Bereichen den Rang ablaufen. Mit der Chance, dass sie die Raumfahrt billiger und flexibler machen können.

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