Arbeitsminister Maas und eine Homöopathie-Schirmherrin als Gesundheitsministerin?


Grafik: TP
Noch bevor SPD, CDU und CSU gestern ihre Koalitionsvereinbarung offiziell vorstellten, wurde bekannt, dass im neuen Kabinett Merkel Martin Schulz Außenminister, Olaf Scholz Finanzminister und Horst Seehofer Superminister für Inneres, Heimat und Bauen werden soll (vgl. Außenminister Schulz, Finanzminister Scholz und Superminister Seehofer).

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

Danach drang durch, dass Angela Merkels treuster Adlatus Peter Altmaier das Wirtschaftsministerium übernimmt, das der ehemalige SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel räumen muss. Altmaiers Nachfolger als Kanzleramtsminister soll Medienberichten nach der bislang recht unauffällige Hesse Helge Braun werden, der derzeit Staatsminister bei der Bundeskanzlerin ist.

Informationen der Bild-Zeitung nach, die bislang nicht bestätigt wurden, soll das Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das die bayerische CSU zugunsten der CDU räumt, von Julia Klöckner besetzt werden. Die Vorsitzende der rheinland-pfälzischen CDU war früher unter anderem Fraktionsbeauftragte für Verbraucherschutz, Vorsitzende der CDU-Kommission „Klima-, Umwelt- und Verbraucherschutz“ und Weinkönigin.

Im Ministerium für Bildung und Forschung soll dagegen ein Mann einer Frau nachfolgen: Hier wird der bisherige Gesundheitsminister Hermann Gröhe als Nachfolger der DDR-Mathematikerin Johanna Wanka gehandelt. Der 56-jährige gläubige Protestant gilt unter anderem deshalb als gesetzt, weil er aus Nordrhein-Westfalen kommt.

Übernimmt Gröhe das Forschungsministerium, könnte Annette Widmann-Mauz neue Gesundheitsministerin werden. Die 51-jährige Katholikin aus Baden-Württemberg erinnerte bereits öffentlich an die Ankündigung Angela Merkels, die Hälfte der Ministerposten mit Frauen zu besetzen und meinte dazu: „Wenn sie eine solche Ankündigung macht, dann sicherlich in dem Bewusstsein, dass ihr das zumindest für den Koalitionspartner CDU gelingt.“

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