EKD-Ratschef kritisiert Vereinbarung zum Familiennachzug


Heinrich Bedford-Strohm (2011). Presseabteilung der Evang.-Luth. Kirche in Bayern. bearb. bb
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag von Union und SPD zum Familiennachzug scharf kritisiert.

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Die Kirche sehe mit großer Sorge, dass das Recht auf Familiennachzug aufgegeben sei, sagte Bedford-Strohm der „Berliner Zeitung? (Freitag). Die Familienzusammenführung sei für die Integration von Flüchtlingen von großer Bedeutung, betonte er. Laut dem Koalitionsvertrag bleibt der Familiennachzug für subsidiär geschützte Flüchtlinge bis Ende Juli ausgesetzt. Danach werden monatlich bis zu 1.000 enge Angehörige aufgenommen. „Aber man weiß nicht, nach welchen Kriterien sie ausgesucht werden sollen“, kritisierte Bedford-Strohm. Wer in ständiger Angst um seine Familie lebe, könne sich hier viel schlechter integrieren.

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