„Spirale aus Armut, mangelnder Bildung und Kriminalität prägt US-Gesellschaft noch“


Die Rassentrennung mag überwunden sein – hier ein Bild von 1957, auf dem eine Schülerin noch verhöhnt wird. Der strukturelle Rassismus aber, sagt die Theologin Andrea Strübind, prägt die US-Gesellschaft bis heute. (picture-alliance / dpa)
Die Folgen eines strukturellen Rassismus prägen die US-Gesellschaft bis heute.

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Das hat Andrea Strübind im Deutschlandfunk erläutert – sie ist Professorin für evangelische Theologie an der Universität Oldenburg. Nach Strübinds Worten wurde durch die amerikanische Bürgerrechtsbewegung zwar 1964 mit dem Civil Rights Act zwar die Rassentrennung abgeschafft. Die zweite Phase der Bürgerrechtsbewegung aber richtete sich dann gegen einen strukturellen Rassismus, der sich in Armut, in Arbeitslosigkeit und mangelnden Bildungschancen zeige – und das nicht nur im Süden der USA, sondern auch im Norden. Diese Spirale, zu der leider auch hohe Kriminalitätsraten gehörten, sei heute noch ein Faktor, der die Gesellschaft präge.

Hören Sie zum Themenkomplex „Rassismus“ und zur Frage einer Unterschiedlichkeit von Rassen auch einen Beitrag von Dagmar Röhrlich aus der Sendung „Aus Kultur und Sozialwissenschaften“ im Dlf.