Bremer Ruhestandspastor spricht bei der NPD


Propaganda der „Deutschen Christen“ in Berlin (Bild: Bundesarchiv, Bild 183-1985-0109-502 / CC-BY-SA)
Ein Bremer Ruhestandspastor will am kommenden Samstag als Redner einer NPD-Veranstaltung auftreten. Bei dem Parteitreffen „im Raum Bremen“ will der 77-jährige Friedrich Bode zusammen mit den NPD-Landesvorsitzenden aus Schleswig-Holstein und Thüringen, Ingo Stawitz und Thorsten Heise, auftreten, wie Radio Bremen am Freitagabend als erstes berichtete.

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Die Bremische Evangelische Kirche prüfe die Einleitung disziplinarrechtlicher Maßnahmen, sagte der Leitende Theologe Renke Brahms dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Bode war 18 Jahre lang Pastor in Bremen-Horn. Vor Jahrzehnten demonstrierte er im Talar vor der Baustelle des Kernkraftwerkes Brokdorf, inzwischen vertritt er rechtsextreme und antisemitische Überzeugungen. Nach einem Verweis und mehrjährigen Disziplinarverfahren inklusive Suspendierung schied er Anfang 1991 aus dem aktiven Dienst aus – auf eigenen Wunsch. So verhinderte er eine weitere Eskalation der Konflikte, die für ihn disziplinarrechtlich drastische Konsequenzen hätte haben können. Damals wurden ihm mehr als 20 Verstöße gegen Amtspflichten vorgeworfen. Es ging allerdings nicht um rechtsextreme Äußerungen.

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