Wohin mit den systematischen Folterern?


Screenshot Video The Telegraph, YouTube
Ausländische IS-Kämpfer: Zwei britische Peiniger, die zum Quartett um Jihadi John gehörten, sind Gefangene der SDF in Syrien. In der US-Regierung denkt man darüber nach, IS-Milizen nach Guantanamo zu bringen

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Die zwei ausländischen IS-Kämpfer Alexanda Kotey und El Shafee Elsheikh gehören nach den Schilderungen des französischen Journalisten Didier François (Libération, Europe 1) zu den schlimmsten Peinigern, denen er in seiner Gefangenschaft bei den Dschihadisten des IS begegnet ist. Sie dauerte 10 Monate lang, von Juni 2013 bis April 2014. In Erinnerung blieb ihm, dass vier britische IS-Fanatiker besonders sadistisch waren:

Das waren unseren brutalsten Bewacher, Gefolgsleute einer systematischen Folter mit einer ausgeprägten Neigung für Techniken, die Ertrinken oder Ersticken simulieren. Sie waren aber auch Anhänger von simulierten Hinrichtungen oder Kreuzigungen. Sobald sie eine Zelle betraten, hagelt es Schläge. Sie schlugen sehr hart zu und da sie dies mochten, konnte das sehr lange dauern.

Didier François

Die Sadisten mit dem britischen Akzent wurden „Beatles“ genannt, wie man in den Berichten erfährt, die sich damit beschäftigen, wie es mit Alexanda Kotey und El Shafee Elsheikh weiter gehen sollen. Die beiden anderen IS-Beatles heißen Aine Davis und Mohammed Emwazi, der als „Jihadi John“ weltweit eine Berühmtheit über Hinrichtungsvideos von ausländischen Geiseln erlangte, deren Gefangennahme wie im etwa Fall James Foley, David Haines, Peter Kassig oder Steven Sotloff durch die internationalen Medien gegangen waren.

Jihadi John wurde laut Berichten im November 2015 von einer US-Drohne getötet, Aine Davis soll sich in türkischer Gefangenschaft befinden.

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