Austria: Holocaust-Verharmlosung auf Facebook-Seite des Innenministeriums


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Nutzerbeiträge, die Holocaust relativieren, waren über zehn Tagen online – Innenministerium: „Keine Absicht“

Von Fabian Schmid | derStandard.at

Auf der offiziellen Facebook-Seite des Bundesministeriums für Inneres fanden sich gewaltverherrlichende und den Holocaust relativierende Nutzerbeiträge. Staatssekretärin Karoline Edtstadler (ÖVP) hatte dort am 27. Jänner, dem Holocaust-Gedenktag, ein kurzes Video veröffentlicht, in dem sie von der Verpflichtung sprach, „an die dunkelsten Stunden“ der Geschichte der Republik Österreich zurückzudenken. Der mit den Worten „Niemals vergessen“ veröffentlichte Beitrag sorgte jedoch für Unmut bei einigen Usern.

„Keiner denkt an Indianer“

So schrieb eine Nutzerin, dass sie auch der „amerikanischen und australischen Ureinwohner und allen sonst benachteiligten Völkern dieser Welt“ gedenke, ein anderer schlug mit dem Posting „keiner denkt an die 100 Millionen Indianer … komisch“ in dieselbe Kerbe. Das ist eine Form der Holocaust-Relativierung, die negiert, dass die Nationalsozialisten eine industrielle und vollständige, mit staatlichen Ressourcen unterstützte Auslöschung jüdischer Mitbürger planten.

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