Heimatministerium: „Euphemismus für Grenzkontrolle“


In der Diskussion um die geplante Erweiterung des Bundesinnenministeriums hat der Historiker Paul Nolte vor einer Verklärung des Begriffs „Heimat“ gewarnt. „Heimat ist für mich an dieser Stelle ein Euphemismus für Grenzkontrolle und Immigrationspolitik“, sagte der Berliner Professor dem Evangelischen Pressedienst (epd) und ergänzte, „wahrscheinlich sogar ein Codewort für Immigrationsabwehr“. Nolte verwies auf den ähnlichen Namen beim Department of Homeland Security, dem Ministerium für innere Sicherheit in den USA.

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„Das ist ein Nachmachen von institutionellen Entwicklungen im angelsächsischen Ausland“, sagte Nolte. Bedient werden solle eine kulturelle Sehnsucht nach Heimat. „Das US-Ministerium beschäftigt sich aber nicht in erster Linie mit Programmen wie ‚Unser Dorf soll schöner werden'“, sagte Nolte: „Sondern da geht es um Grenzkotrolle und Immigration.“ Der Begriff „Heimat“ changiere damit an der Schnittstelle von Nostalgie und Fremdenfeindlichkeit.

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