Hohe Kosten für unbegleitete Kinder


Die Aufnahme unbegleiteter Flüchtlingskinder hat nach Recherchen der „Welt am Sonntag“ im vergangenen Jahr im Durchschnitt rund 50.000 Euro pro Fall gekostet. Dies berichtete die Zeitung nach einer Umfrage in den Bundesländern.

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Besonders präzise Informationen kamen demnach aus Schleswig-Holstein: Dort wurden 2017 insgesamt 105,2 Millionen Euro für die Unterbringung und Versorgung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aufgewendet. Betreut wurden 1.795 solcher Kinder und Jugendlicher. Damit gab das nördlichste Bundesland für einen Unbegleiteten im Schnitt rund 58.600 Euro aus.

Ähnlich hohe Kosten entstanden der Zeitung zufolge in Sachsen und Niedersachsen (rund 54.000 Euro). Weniger waren es in Thüringen (49.000 Euro) und Brandenburg (40.000 Euro). Die übrigen Bundesländer konnten laut „Welt am Sonntag“ keine oder nur veraltete Angaben machen, in vielen Fällen fehlten wesentliche Posten, wie es hieß.

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