Debatte um Heimatministerium hält an


Die Diskussion um die geplante Erweiterung des Innenministeriums um die Zuständigkeit für Heimat dauert an. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby verteidigte das Vorhaben am Sonntag im Deutschlandfunk. Man dürfe dieses Thema nicht nur den Rechtspopulisten überlassen. Der Berliner Historiker Paul Nolte warnte dagegen vor einer Verklärung des Begriffs „Heimat“, es gehe eigentlich um Grenzkontrolle und Immigrationspolitik, sagte Nolte dem epd über ein Superministerium mit Horst Seehofer (CSU) an der Spitze.

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Der im Senegal geborene SPD-Politiker Diaby sagte, der Koalitionsvertrag definiere die Heimat als jenen Ort, an dem die Menschen lebten. Es gehe also vor allem um die Kommunen und darum, dass das Leben auch in strukturschwachen Regionen lebenswert bleibe.

„Kommunen sind die Heimat der Menschen und das Fundament des Staates“ zitierte Diaby den Koalitionsvertrag: „Und das muss jetzt mit Inhalten gefüllt werden.“ Die Abwanderung junger Menschen aus strukturschwachen ländlichen Gebieten beispielsweise könne verhindert werden, in dem man die Attraktivität dieser Orte durch Innovationen steigere.

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