Bundesregierung sieht deutsch-türkische Beziehungen belastet


WELT-Korrespondent Deniz Yücel sitzt seit dem 14. Februar 2017 in türkischer Haft Quelle: dpa/dpa-ZB
Die Festnahme von WELT-Korrespondent Deniz Yücel liegt in dieser Woche ein Jahr zurück. Die Bundesregierung setzt sich laut Regierungssprecher Steffen Seibert mit allen Mitteln für die Freilassung ein.

DIE WELT

Ein Jahr nach der Festnahme des Journalisten Deniz Yücel hat die Bundesregierung erneut die Freilassung aller aus politischen Gründen inhaftierten Deutschen in der Türkei gefordert. „Die Bundesregierung wird sich auch in Zukunft mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, politisch wie diplomatisch, für die Freilassung von Deniz Yücel wie natürlich auch der anderen inhaftierten Deutschen einsetzen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.

Am Mittwoch vor einem Jahr war WELT-Korrespondent Yücel (44) festgenommen worden. Ihm wird Terrorpropaganda und Volksverhetzung vorgeworfen, bis heute wurde aber keine Anklage erhoben. „Diese lange Haft ohne Anklageschrift, ohne Einleitung eines ordentlichen Gerichtsverfahrens, ist natürlich eine Belastung der Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei“, sagte Seibert.

weiterlesen