Türkei/USA: „Entweder wird das Verhältnis jetzt repariert oder es ist ganz kaputt“


Türkischer Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu. Bild: US-Außenministerium/ gemeinfrei
Die türkische Republik als „Fortsetzung des Osmanischen Reiches“; Angriffe der Operation „Olivenzweig“ in Afrin, die sich gezielt gegen die Zivilbevölkerung richten

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Der Angriff des türkischen Militärs mit den islamistischen Bodentruppen trifft die Zivilbevölkerung in Afrin schmerzlich. Wie Kamal Sido, Nahost-Referent der Gesellschaft für bedrohte Völker, mit Wurzeln und Verbindungen in der Region recherchiert hat, sollen „mindestens 160 Zivilisten“ durch die Angriffe türkischer Kampfflugzeuge, schwerer Artillerie, Raketenwerfer und Panzer getötet worden sein.

Verletzt wurden durch die Operation „Olivenzweig“ laut Sido bislang 395 Zivilisten in Afrin. Unter den Toten seien 26 Kinder und 17 Frauen – dies und die Flucht von etwa 60.000 aus ihren Dörfern, um Schutz in der Stadt Afrin zu finden sowie die Zerstörung ganzer Ortschaften und gezielte Angriffe auf die Trinkwasserversorgung, was dazu führte, dass 300.000 Menschen nicht mit Wasser versorgt wurden , steht im denkbar scharfen Kontrast zu den offiziellen türkischen Beteuerungen, wonach man darauf achte, dass Zivilisten verschont bleiben.

Zuletzt betonte der Chef des türkischen Generalstabs, General Hulusi Akar, solche guten Absichten bei einem Besuch in der Provinz Hatay, wie Rudaw berichtet. Man werde „keinen unschuldigen Menschen und Zivilisten Schaden zufügen“, wird Hulusi Akar von dem kurdischen Medium zitiert.

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