Hamburg: Fraktionsübergreifender Antrag für „Tag der Reformation“

Der „Tag der Reformation“ solle nicht als religiöser Feiertag aufgefasst werden

EKD

Für einen neuen Feiertag am 31. Oktober als „Tag der Reformation“ haben sich die Fraktionen von SPD, CDU und Grüne der Hamburgischen Bürgerschaft zusammengeschlossen: Sie formulierten einen gemeinsamen Antrag für die Bürgerschaftssitzung am 28. Februar. Auch die anderen Vorschläge seien sehr würdig, aber die Reformation habe für den Norden eine besondere Bedeutung, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Dressel. „Sie hat viele gesellschaftliche und soziale Reformen gebracht, etwa die Armenfürsorge.“ 66 Abgeordnete der Bürgerschaft haben den Antrag unterschrieben. Der Fraktionszwang wird für die Abstimmung aufgehoben.

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Papst liest „zum Schutz seiner Gesundheit“ keine kritischen Blogs

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Manchmal komme der Widerspruch „von Leuten, die glauben, die wahre Kirchenlehre zu kennen und sie beschuldigen dich der Häresie“, so Franziskus.

kath.net

Papst Franziskus ist laut eigener Aussage über kritische Beiträge zu ihm im Internet informiert, liest solche aber nicht persönlich. „Um meiner geistigen Gesundheit Willen lese ich die Internetseiten dieser sogenannten ‚Widerständler‘ nicht“, sagte er im Gespräch mit Ordensleuten. Er wisse, wer dahinter stehe und wenn es etwas „sehr Ernstes“ gebe, werde er darüber informiert, so der Papst. Er suche zunächst immer den Dialog, wenn dies nicht möglich sei, bete er für die Betroffenen. Franziskus äußerte sich bei einem Treffen mit Mitbrüdern aus dem Jesuitenorden während seiner Südamerikareise im Jänner; Auszüge des Gesprächs wurden am Donnerstag in der italienischen Tageszeitung „Corriere della Sera“ veröffentlicht.

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Massaker an US-Schule: Fatalistischer Trump

Marjory Stoneman Douglas High School, 2008. Bild: Formulanone / gemeinfrei
Parkland, Florida: 17 Tote durch einen „gestörten Jungen“ mit einem Gewehr. Der Präsident reagiert schablonenhaft. Nur keine Diskussion über Gewaltkultur und Waffen in den USA

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Die US-Webseite Gun Violence Archive (GVA) weist für das laufende, noch ziemlich junge Jahr 2018 am 15. Februar kaum glaubliche 1.826 Tote durch Feuerwaffen in den USA aus.

Gezählt werden in den ersten sechseinhalb Wochen dieses Jahres bislang 3.142 Verletzte und 6.572 Vorfälle mit Schusswaffen. Beim Begriff „Mass Shooting“ steht die Zahl 30. Auf der dazu verlinkten Liste ist das Massaker an der Douglas High School in Parkland/Florida mit bislang 17 Toten das aktuellste und bislang schlimmste Mass Shooting-Ereignis 2018.

Das erste ist eine Schießerei in einem Restaurant mit Bar in Hattiesburg/Mississippi am 5. Januar. 6 Personen wurden bei einer Schießerei verletzt, keiner tödlich, der Verdächtige konnte fliehen (und offensichtlich vierzehn Tage später festgenommen). Auch das ist ein Mass Shooting.

Rechnet man die Zahlen zusammen, so kommt man auf 58 Tote und 124 Verletzte. Eine Schießerei an einer Schule in Kentucky am 23. Januar fällt mit 14 Verletzten und zwei Toten ins Auge. (Allerdings variiert die Zahl der Verletzten in den Berichten über das „Marshall County High School shooting“. Manche schreiben von 17 Toten. ) Auch in deutschen Medien wurde über den Schusswaffenangriff eines15-jährigen Schülers an der High School berichtet, bei dem er zwei Gleichaltrige erschoss.

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Tiere beobachten aus dem All

Forscher untersuchen künftig von der Raumstation ISS aus globale Wanderungsbewegungen von Tieren. © DLR/ MPG
Tierische Bewegungen im Blick: Eine Antenne auf der Internationalen Raumstation ISS soll künftig dabei helfen, weltweite Wanderungsbewegungen von Tieren zu erforschen. An Vögeln, Fledermäusen und Co angebrachte Sender funken dafür unter anderem GPS-Daten an die ISS, die an einem einzigen Tag bis zu 80 Prozent der Erdoberfläche im Blick hat. Forscher erhoffen sich davon neue Erkenntnisse über die Lebensweise der Tiere – aber auch über das Klima oder die Ausbreitung von Krankheiten.

scinexx

Tiere sind immer in Bewegung: Egal ob sie riesige Reviere durchstreifen, tausende Kilometer auf dem Weg in ihre Winterquartier zurücklegen oder ihrer Beute nachwandern – würde man all die Routen, die die Lebewesen auf unserem Planeten zurücklegen, nachzeichnen, ergäbe sich ein dichtes, unübersichtliches Wegenetz. Genau dieses Netz wollen Forscher künftig aus dem All kartieren.

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Studie: Antisemitismus im Internet nimmt deutlich zu

(Bild: dpa, Nicolas Armer)
Kommentare mit anti-jüdischen Symbolen und Holocaust-Leugnungen haben im Internet zugenommen, sagt eine Studie des Jüdischen Weltkongresses. Die Zahlen für Deutschland sind dagegen teilweise rückläufig.

Von Oliver Bünte | heise online

Nach einer vom Jüdischen Weltkongress (World Jewish Congress, WJC) in Auftrag gegebenen Studie habe Antisemitismus im Internet im Vergleich zum Januar 2016 deutlich zugenommen. Das teilte der WJC am Mittwoch in New York mit. Untersucht wurden im Januar 2018 über einen Zeitraum von drei Wochen mehrere Millionen Posts auf Social Media Plattformen, Blogs und Webseiten auf die Verwendung anti-jüdischer Symbole und Holocaust-Leugnungen.

Dem Ergebnis nach soll die Verwendung anti-jüdischer Symbole um 30 Prozent gestiegen sein, die der Holocaust-Leugnungen sich mehr als verdoppelt haben. In Deutschland sei die Verwendung anti-jüdischer Symbole dagegen deutlich zurückgegangen, Holocaust-Leugnungen hätten leicht zugenommen.

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Jedes sechste Kind wächst in einem Konfliktgebiet auf

Immer mehr Kinder auf der Welt leben in Konfliktgebieten. (Foto: dpa)
  • Jedes sechste Kind weltweit wächst in einer Krisenregion auf. Das zeigt ein Bericht von Save the Children.
  • Die Chefin der Hilfsorganisation fordert nun die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.

Süddeutsche Zeitung

Seit den 1990er Jahren ist die Zahl der Kinder, die in Krisenregionen aufwachsen, um 75 Prozent gestiegen. Weltweit sind das mindestens 357 Millionen, also ein Sechstel aller Kinder. Ihnen drohe Tod, Gewalt, sexuelle Ausbeutung und Verschleppung, warnt die Chefin von Save the Children Helle Thorning-Schmidt. „Aus ihren Elternhäusern, Schulen und Spielplätzen sind Schlachtfelder geworden.“

Dem Bericht zufolge lebt mehr als die Hälfte dieser Kinder in Regionen mit besonders schweren Konfikten wie Syrien, Afghanistan und Somalia. Dort drohen ihnen auch schwere Menschenrechtsverletzungen wie Verstümmelung oder die Rekrutierung als Kindersoldaten.

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Andromedagalaxie ist leichter als gedacht

Andromeda Galaxie(M31) Bild: nasa/PD
Von wegen größerer Nachbar: Die Andromedagalaxie ist leichter als bisher angenommen. Statt zwei bis dreimal so massereich zu sein wie unsere Milchstraße, ist unsere Nachbargalaxie fast gleich groß und schwer. Das haben Astronomen anhand der Bewegungen schneller Sterne in der Andromedagalaxie herausgefunden. Unsere Lokale Gruppe im Kosmos hat damit keinen eindeutigen „galaktischen Anführer“ mehr, sondern eher eine Doppelspitze.

scinexx

Milchstraße und Andromedagalaxie liegen nur rund zweieinhalb Millionen Lichtjahre weit auseinander und sind damit enge Nachbarn. Beide Spiralgalaxien sehen sich zudem recht ähnlich und scheinen etwa gleich groß. Doch sind sie auch gleich schwer? Genau diese Frage ist seit langem strittig. Sowohl bei der Milchstraße als auch bei der Andromedagalaxie kommen Astronomen je nach Methode auf teilweise weit auseinanderliegende Werte.

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Attacke von Poggenburg: Türkische Gemeinde prüft rechtliche Schritte gegen AfD

Gökay Sofuoglu: „Die Fokussierung auf den Heimat-Begriff setzt den falschen Akzent zur falschen Zeit“ Quelle: pa/Gregor Fische/dpa/Gregor Fischer
Das ging der türkischen Gemeinde zu weit: Sie plant rechtliche Schritte gegen AfD-Rechtsaußen André Poggenburg. Der hatte sie als „Kameltreiber“ und „Kümmelhändler“ beschimpft – weil sie das Heimatministerium kritisierten.

DIE WELT

Nach den verbalen Attacken von Sachsen-Anhalts AfD-Chef André Poggenburg gegen die Türkische Gemeinde in Deutschland prüft diese nun rechtliche Schritte. Das sagte der Verbandsvorsitzende Gökay Sofuoglu der „Stuttgarter Zeitung“.

Poggenburg hatte am Mittwochabend beim politischen Aschermittwoch seiner Partei im sächsischen Nentmannsdorf die Türkische Gemeinde unter anderem als „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ verunglimpft.

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Söder: Wer in Bayern leben will, muss sich anpassen

Screenshot FB
Künftiger bayrischer Ministerpräsident fordert Kreuze in allen öffentlichen Gebäuden – „Wer glaubt, dass der Islam oder sogar die Scharia zu unserm Land gehört, da kann ich nur sagen: Diese haben kulturgeschichtlich nichts mit Bayern zu tun“

kath.net

„Wer glaubt, dass der Islam oder sogar die Scharia zu unserm Land gehört, da kann ich nur sagen: Diese haben kulturgeschichtlich nichts mit Bayern zu tun, liebe Freunde. Das ist nun einmal so, ganz objektiv beschrieben.“ Das sagte der künftige bayrische Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Hauptredner beim politischen Aschermittwoch der CSU in Passau. Das berichtete das Portal „inFranken.de“. Wer in Bayern leben wolle, muss sich letztlich den hiesigen Werten und Bräuchen anpassen, nicht umgekehrt. Gleichzeitig bekannte sich Söder zur Religionsfreiheit.

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Polen fordert Landsleute im Ausland zur Denunziation auf

Polens Präsident Andrzej Duda hat ein umstrittenes Holocaust-Gesetz unterschrieben – (c) AFP (JANEK SKARZYNSKI)
Bürger sollen „antipolnische Äußerungen und Darstellungen“ melden, heißt es in einer Direktive, die weltweit an polnische Botschaften ging.

Die Presse.com

Die rechtskonservative polnische Regierung fordert im Ausland lebende Landsleute auf, vermeintlich antipolnische Äußerungen an offizielle Stellen zu melden. Das berichtete der deutsche Sender NDR am Mittwochabend unter Berufung auf ein ihm vorliegendes dreiseitiges Schreiben, das weltweit über die Botschaften und Konsulate verbreitet werde.

„Bitte dokumentieren Sie alle antipolnischen Äußerungen, Darstellungen und Meinungen, die uns schaden, und reagieren Sie darauf. Informieren Sie unsere Botschaften, Konsulate und Honorarkonsulate über jede Verleumdung, die den guten Ruf Polens beeinflusst“, heißt es demnach in dem Schreiben von Senatsmarschall (Senatspräsident) Stanislaw Karczewski.

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Israel: Polizei empfiehlt, Netanjahu anzuklagen

Benjamin Netanjahu auf einem Treffen der Likud-Fraktion in der Knesset am 12. Februar © flash90
Dem Premier werden Bestechlichkeit und Betrug vorgeworfen. Sein politischer Rivale ist Hauptzeuge

Von Sabine Brandes | Jüdische Allgemeine

Die israelische Polizei hat empfohlen, den amtierenden Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wegen Bestechlichkeit und Betrugs anzuklagen. Es gebe ausreichende Beweise für ein Korruptionsverfahren gegen den Premier in zwei Fällen, sagten die Ermittler am Dienstagabend.

Verschiedene Oppositionsvertreter forderten anschließend prompt Netanjahus Rücktritt. Die Zionistische Union unter Avi Gabbay erklärte, dass die Vorsitzenden der Koalitionsparteien ihn dazu zwingen müssten, sollte er sich weigern. Es sei das »Ende der Netanjahu-Ära«, sagte Gabbay.

Viele Likud-Abgeordnete indes wollen einen politischen Putsch in den Nachrichten sehen. Tourismusminister Yariv Levin sagte, dass dies ein »verächtlicher Schachzug ist, der einem Coup gleicht – und zwar gegen den Willen der Wähler«.

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Impfung gegen Heroin rückt näher

Gibt es bald einen Impfstoff gegen Heroin? © Don Stevenson/ thinkstock
Immun gegen das Rauschgift: Beim Entzug könnte Heroinsüchtigen künftig ein Impfstoff helfen. Eine optimierte Formel des bereits seit Längerem erprobten Mittels hat sich in Tests mit Nagern nun nicht nur als wirksam und sicher erwiesen. Die Wirkstoffkombination bleibt auch bei Raumtemperatur stabil und kann daher ohne Probleme transportiert und gelagert werden – ein wichtiger Schritt hin zu einer möglichen Zulassung des Vakzins.

scinexx

Heroin ist eine tückische Droge: Das Opiumderivat führt schnell in die körperliche und psychische Abhängigkeit und macht es Süchtigen schwer, von dem Rauschgift loszukommen. Schon länger suchen Forscher daher nach Mitteln, die den Entzug und vor allem das „Cleanbleiben“ erleichtern könnten. Erste Erfolge haben sie dabei mit einem Impfstoff gegen Heroin erzielt.

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Berlin: Vertrag über Islam-Institut unterschriftsreif

Humboldt Universität zu Berlin © MiG
Die Humboldt-Universität hat den Vertragstext für das geplante Islam-Institut vorgelegt. Jetzt seien die islamischen Religionsgemeinschaften am Zug. Der Vertragsentwurf ist unter den Verbänden umstritten.

MiGAZIN

Der Vertrag für das an der Berliner Humboldt-Universität (HU) geplante Islam-Institut ist unterschriftsreif. Laut HU-Präsidentin Sabine Kunst steht vonseiten der Universität der Vertragstext, wie der „Tagesspiegel“ berichtete. Kunst habe betont, dass nun die islamischen Verbände am Zug seien, die im künftigen Beirat vertreten sein sollen. Diese hätten bis 1. April Zeit, sich abschließend zum Vertragstext zu äußern.

Die Universität habe alle Kompromisse angeboten, „die wir anbieten konnten“, sagte Kunst. Dennoch sei der Vertragsentwurf bei den Verbänden „nicht unstrittig“: „Es kommt jetzt zum Schwur, ob es überhaupt weitergeht.“ Ein Knackpunkt sei laut Kunst eine Klausel, die spätere Veränderungen an der Instituts-Konstruktion zulassen würde. Diese Klausel sei für die Universität eine unabdingbare Vorraussetzung. Dabei könne es etwa darum gehen, auch andere Verbände am Institut zu beteiligen.

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Jens Spahn: „Die CDU ist die Partei der Leitkultur“ – was für ein Albtraum

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn am Mittwoch in Fellbach bei einer Veranstaltung zum „politischen Aschermittwoch“ Bild: dpa
In Trachtenjanker präsentiert sich Jens Spahn beim Politischen Aschermittwoch als Hoffnungsträger der Konservativen. Das Denken der Achtundsechziger und Multikulti seien durch. Dem Publikum gefällt das.

Von Rüdiger Soldt | Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die Kundgebung zum politischen Aschermittwoch in der alten Fellbacher Kelterhalle gibt es seit 16 Jahren. Meistens ist sie als etwas unbeholfene, schlechte Kopie des politischen Festspiels wahrgenommen worden, das von der CSU alljährlich in Passau zur Aufführung gebracht wird. Die führenden Politiker der Südwest-CDU holen ihre Trachtenjanker aus dem Schrank und versuchen es mit Festzeltbier, Weißwurst und Kampfrhetorik.

In diesem Jahr allerdings, die Halle ist rappelvoll, hat der Landesverband bei Trollinger und Maultauschen mit Spätzle wirklich etwas zu bieten. Denn die politische Lage ist so ernst wie selten.

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„Deutsche haben bedenkliches Bild von der Bundeswehr“

Symbolbild.

Die Bundeswehr verliert in der Bevölkerung Vertrauen, und eine Mehrheit lehnt es ab, mehr Geld ins Militär zu investieren. Hingegen genießt die Polizei hohes Ansehen. Die Angst der Deutschen vor Terror und Kriminalität bleibt hoch.

Von Sabine Menkens | DIE WELT

Die Bundeswehr hat nicht nur ein Problem mit ihrer Einsatzfähigkeit und inneren Verfasstheit – sie genießt auch in der Bevölkerung immer weniger Rückhalt. Das ist ein Ergebnis des Sicherheitsreports 2018, den das Institut für Demoskopie Allensbach und die Beratungsgesellschaft Centrum für Strategie und Höhere Führung am Mittwoch vorgestellt haben.

Demzufolge ist das Vertrauen in die Bundeswehr in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen – von 53 Prozent im Jahr 2011 auf nur noch 45 Prozent im Januar 2018. Nur noch 22 Prozent der Bevölkerung halten die Bundeswehr demnach für gut ausgestattet und einsatzfähig; eine Mehrheit von 63 Prozent bewertet Ausrüstung und Einsatzfähigkeit als unzureichend.

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ZdK-Präsident verteidigt Teilnahme der AfD an Katholikentag

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, hält an der Einladung des kirchenpolitischen Sprechers der AfD-Fraktion zum diesjährigen Katholikentag fest.

evangelisch.de

„Die AfD darf keine Gelegenheit bekommen, sich als Märtyrer zu inszenieren“, sagte Sternberg der „Zeit“-Beilage „Christ und Welt“ (Donnerstag). Es werde auf der Veranstaltung im Mai um das kirchenpolitische Programm der im Bundestag vertretenen Parteien gehen. „Dazu gehört die AfD – leider“, sagte Sternberg. Kennengelernt habe er Volker Münz, den kirchenpolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, noch nicht.

Sternberg verteidigte zudem die Entscheidung des Katholikentags in Leipzig vor zwei Jahren, auf dem die AfD noch unerwünscht war. „Ich halte die Entscheidung noch heute für richtig“, sagte er.

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Spanien in Straßburg erneut wegen Folter und Misshandlungen verurteilt

Historiker Iñaki Egaña berichtet über die Folterstudien die im Baskenland durchgeführt werden. Bild: R. Streck
Die Kritik wird immer schärfer am Menschenrechtsgerichtshof, denn nun geht es nicht mehr nur darum, dass das Land gegen Folterer nicht ermittelt

Von Ralf Streck | TELEPOLIS

In Straßburg wird die Luft für massive spanische Menschenrechtsverletzungen immer dünner, auch wenn in Deutschland weiter darüber kaum jemand berichten will, dass Menschen in einem EU-Land gefoltert und schwer misshandelt werden. Am Dienstag hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) Spanien zum achten Mal in wenigen Jahren verurteilt. Waren es bisher Verurteilungen dafür, dass Spanien begründete Anzeigen wegen Folter nicht einmal untersucht hat, so wurde das Land jetzt wegen nachgewiesener Misshandlungen verurteilt.

Bisher hat der EMGR das Land stets hart dafür angegriffen, dass nicht einmal die Folter an Journalisten untersucht wurden, deren Zeitung illegal geschlossen wurde. Dabei war in diesem Fall die Folter schon offensichtlich, schließlich hatte sogar das Sondergericht „Audiencia National“ (Nationaler Gerichtshof) die Geständnisse verworfen. Denn auch diese Basken hatten unter Folter gestanden, Mitglieder der Untergrundorganisation ETA zu sein und sie freigesprochen.

Im Urteil hieß es eindeutig: „Die Klagen über Misshandlungen und Folter in der Kontaktsperre, die detailliert im Verfahren und zuvor vor dem Ermittlungsrichter beschrieben wurden und Gegenstand von Anzeigen vor Gerichten sind, sind kompatibel mit den Gutachten von forensischen Ärzten, die bei der Aufnahme im Gefängnis erstellt wurden.“ Trotz dieses Urteils wurden die Peiniger nicht gesucht und verurteilt.

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Auch sexuelle Übergriffe bei Ärzte ohne Grenzen

Ärzte ohne Grenzen hat 19 Mitarbeiter entlassen. (Symbolbild) – APA/AFP/PIERRE ANDRIEU
Laut der Hilfsorganisation hat es im Vorjahr 24 bestätigte Fälle sexueller Belästigung oder sexuellen Missbrauchs gegeben. Deshalb seien 19 Mitarbeiter entlassen worden.

Die Presse.com

Angesichts des Skandals bei der Entwicklungsorganisation Oxfam hat auch Ärzte ohne Grenzen eine Reihe derartiger Fälle öffentlich gemacht. Die in Frankreich ansässige Dachorganisation Medecins sans frontieres (MSF) teilte am Mittwoch in Paris mit, es habe bei ihr im Vorjahr 24 bestätigte Fälle sexueller Belästigung oder sexuellen Missbrauchs gegeben. Deshalb seien 19 Mitarbeiter entlassen worden. Die Organisation führte aus, bei ihr seien im vergangenen Jahr insgesamt 146 Beschwerden eingegangen. 40 davon hätten mutmaßliche Fälle von Belästigung und sexuellen Übergriffen betroffen.

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Özoguz warnt vor Ablehnung von Religionsgemeinschaften

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), warnt vor einer wachsenden Religionsfeindlichkeit.

evangelisch.de

Neben zunehmender Feindseligkeit gegen Muslime gebe es in Deutschland auch „einen neuen Antisemitismus“ und Angriffe auf Kirchen, sagte Özoguz am Mittwoch in Halle. „Das darf nicht Raum greifen in der Gesellschaft.“ Es dürfe nicht sein, dass häufig pauschal über ganze Religionsgruppen geurteilt werde.

Özoguz äußerte sich während eines Besuchs des „Islamischen Kulturcenters Halle/Saale“ (IKC).

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Radioactive Material From Chernobyl Will Help Secure the Next Version of Zcash

Image: MOTHERBOARD
On January 20, Ryan Pierce and Andrew Miller—a self-described “technology architect” and assistant professor of computer engineering at the University of Illinois, respectively—climbed into Pierce’s prop plane with a Geiger counter, some radioactive material from Chernobyl, and an air gapped laptop.

Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

Before taking off, they made sure their phones were unable to record or transmit any information from inside the cockpit to ensure nobody could snoop on what they were about to do. The duo flew to 3,000 feet and used the Geiger counter to measure radioactive decay from the Chernobyl material—a piece of graphite moderator that was ejected from the core of the Chernobyl nuclear reactor during the 1986 meltdown—as the plane circled above southern Wisconsin. The pair then landed and used these measurements to help secure Zcash, a privacy-oriented cryptocurrency.

Pierce and Miller were participating in the Powers of Tau, an ongoing cryptographic “ceremony” wherein each participant samples some source of randomness and uses the resulting numbers to generate part of a cryptographic key that can be used by anyone on the Zcash network to keep their transaction private.

For this scheme to work, though, generating the key parts has to be done as securely as possible. Hence the plane.

“A plane isn’t a Faraday cage, but it doesn’t need to be,” Pierce told me an email. “By doing the computation in a small airplane, we could be entirely certain that nobody other than the two of us was on board, and it would be extremely difficult for an attacker to get near us in the air without us noticing.”

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