Ditib schickt weniger Imame in Gefängnisse


Die Zahl der muslimischen Prediger, die in deutschen Gefängnissen wirken, ist bundesweit drastisch gesunken. Das liegt vor allem an NRW, wo die Geistlichen einen Sicherheitscheck durchlaufen müssen.

Von Laura Ihme, Eva Quadbeck | RP ONLINE

In den deutschen Justizvollzugsanstalten sind derzeit rund 110 Imame zur Betreuung muslimischer Gefangener im Einsatz. Das hat eine Umfrage unserer Redaktion unter allen 16 Bundesländern ergeben. Die meisten Prediger sind der Erhebung zufolge in Nordrhein-Westfalens Gefängnissen tätig: 25 Imame betreuen dort die Insassen.

Allerdings war diese Zahl noch vor drei Jahren deutlich höher. Damals waren allein in NRW rund 120 Imame in den Gefängnissen im Einsatz. Der Grund für den deutlichen Rückgang ist ein Konflikt mit der Ditib, dem umstrittenen Dachverband türkischer Muslime in Deutschland. Traditionell stellten sie die große Mehrheit der Imame für das Angebot von Freitagsgebeten im Gefängnis.

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