Gibt es einen Gott?


Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Die Frage nach der Existenz Gottes ist in erster Linie eine Glaubensfrage. Unser Kolumnist Matthias Warkus erklärt, wie Philosophen sich ihr nähern.

Von Matthias Warkus | Spektrum.de

Wenn man mit Philosophie zu tun hat, erwarten viele Leute von einem, dass man eine Meinung dazu hat, ob es Gott gibt oder nicht. Mit dieser Ansicht bin ich bereits während meines Studiums konfrontiert worden und seitdem immer wieder. Meine erste Kolumne in dieser Reihe erhielt teilweise entrüstete Kommentare, allein weil das Wort „Gott“ darin vorkam. Manche scheinen regelrecht zu erwarten, dass man als Philosoph auch automatisch Atheist sein muss.

Tatsächlich musste ich mich bereits in meinem ersten Semester an der Universität in einer Pflichtveranstaltung mit der Frage nach der Existenz Gottes auseinandersetzen. Außerdem schleppte mich ein Kommilitone in ein Seminar namens „Gottesbeweise im 20. Jahrhundert“. Die Veranstaltung enthielt exakt das, was auf der Packung stand: Wir redeten das ganze Semester lang darüber, wie Philosophen der jüngeren Vergangenheit versucht hatten, zu beweisen (oder zu widerlegen), dass Gott existiert.

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