Mutmaßlicher IS-Schläfer reiste als Flüchtling in Deutschland ein


Einer der Angeklagten vor dem Oberlandesgericht Hamburg, in dem es am Dienstagabend zu einer überraschenden Wende kam. (Foto: Bodo Marks/dpa)
  • In Hamburg stehen drei Syrer im Alter zwischen 19 und 27 Jahren vor Gericht. Der Verdacht lautete, sie seien vom IS gezielt nach Deutschland geschickt worden.
  • Der älteste der drei Angeklagten, Mohamed A. aus Aleppo erklärt nun: Ja, er sei vom IS geschickt worden.
  • Der Staatsschutzsenat will neu in die Beweisaufnahme einsteigen, um zu prüfen, was an A.s Geständnis dran ist.

Von Georg Mascolo, Ronen Steinke | Süddeutsche Zeitung

Seit acht Monaten versuchen Richter des Hamburger Oberlandesgerichts herauszufinden, ob eine der größten Befürchtungen des Flüchtlingsherbstes 2015 wahr geworden ist. Es ist die Sorge, dass sich Terroristen unter den Strom der Schutzsuchenden mischen, dass also die Strategen des sogenannten Islamischen Staats (IS) ihre Auftragsmörder als Flüchtlinge tarnen, um sie einzuschleusen.

Drei Syrer stehen in Hamburg vor Gericht, sie sind 19, 20 und 27 Jahre alt. Im September 2016 waren sie in Flüchtlingsheimen in Ahrensburg, Großhansdorf und Reinbek nahe Hamburg festgenommen worden, der Verdacht lautete, sie seien vom IS gezielt nach Deutschland geschickt worden.

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