Orang-Utans: Das Sterben der Affen


Themenbild. Image: Flickr/Njambi Ndiba
  • Zwischen 1999 und 2015 ist die Anzahl der Orang-Utans auf Borneo stark zurückgegangen.
  • In diesem Zeitraum haben Wissenschaftler die Nester der Tiere gezählt und Karten ausgewertet.
  • Ursache für den sei, dass der Mensch den Lebensraum der Affen durch Waldrodung und Palmöl-Plantagen verkleinert habe.

Süddeutsche Zeitung

Auf Borneo nimmt das Sterben von Orang-Utans immer dramatischere Ausmaße an. Die Zahl der Menschenaffen ist auf der südostasiatischen Insel zwischen 1999 und 2015 um etwa 150 000 Tiere zurückgegangen, das berichten Forscher im Fachjournal Current Biology. Im untersuchten Zeitraum habe sich die Population der Primaten auf der Insel somit mehr als halbiert. Orang-Utans waren in Südostasien früher weit verbreitet, heute kommen sie nur noch auf Borneo und der Nachbarinsel Sumatra vor.

Um die Langzeit-Studie umzusetzen, arbeiteten 38 internationale Institutionen zusammen, darunter auch das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. In zahlreichen Expeditionen zählten die Forscher die Nester, die sich die Affen zum Schlafen in den Baumkronen bauen, und schlossen daraus, wie sich die Größe der Orang-Utan-Population über die Jahre veränderte. Zudem werteten sie Karten aus, auf denen die Oberfläche der Insel dargestellt war, um so zu beobachten, wo Wälder abgeholzt und Plantagen errichtet wurden.

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