Mysteriöser dunkler Riesenfleck auf Neptun löst sich wieder auf


Foyager 2 aus dem Jahr 1989. Als Hubble 1994 danach suchte, existierte der Wirbelsturm nicht mehr Foto: nasa/hubble
Auf unserem äußersten Nachbarn im Sonnensystem toben gigantische Stürme, die nach einiger Zeit spurlos verschwinden. Forscher rätseln, wie das vor sich geht

Von David Rennert | derStandard.at

Als Voyager 2 Ende der 1980er-Jahre als erste und bisher einzige Raumsonde den äußersten bekannten Planeten unseres Sonnensystems besuchte, erspähte sie in der südlichen Hemisphäre des Neptuns einen riesigen dunklen Fleck. Es stellte sich heraus: Ähnlich wie auf dem Jupiter toben auch auf Neptun gigantische Sturmsysteme, die antizyklonal rotieren. In Analogie zum „großen Roten Fleck“ auf Jupiter nannte man das Phänomen auf Neptun den „großen dunklen Fleck“.

Doch während der gigantische Wirbelsturm auf Jupiter schon seit Jahrhunderten existiert, fand das Hubble-Weltraumteleskop schon wenige Jahre nach der Entdeckung durch Voyager 2 keine Spur mehr vom „großen dunklen Fleck“ auf Neptun. Stattdessen tauchte aber ein anderer riesiger Wirbelsturm auf, diesmal in der nördlichen Hemisphäre. Doch auch dieses System war aus bisher ungeklärten Gründen wenige Jahre später nicht mehr zu sehen, seither wurden noch drei weitere Male solche dunklen Flecken auf Neptun gesichtet.

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