Wie stark steigt der Meeresspiegel?


Gefährdet. Für die flachen Inseln der Malediven ist der steigende Meeresspiegel ein massives Problem.Foto: AFP
Die Welt erwärmt sich, die Eispanzer an den Polkappen schmelzen. Die Auswirkungen werden dramatisch sein.

Von Alexander Mäder | DER TAGESSPIEGEL

Der Meeresspiegel steigt, das ist bekannt. Doch um den Anstieg tatsächlich zu sehen, muss man genau hinschauen. Der Satellitenexperte Steven Nerem von der University of Colorado hat das mit seinen Kollegen getan und die Messdaten von mehreren Satelliten zusammengeführt und analysiert. Für die vergangenen 25 Jahre ermittelten die Forscher eine durchschnittliche Erhöhung von etwa drei Millimetern im Jahr und berichteten darüber diese Woche im Fachmagazin der US-amerikanischen Akademie der Wissenschaften. In 100 Jahren würde sich das auf 30 Zentimeter summieren, doch dieser geradlinige Anstieg ist eine Illusion. „Es gibt keinen Grund, eine konstante Rate anzunehmen“, sagt der Ozeanograf Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Denn wenn sich die Welt erwärmt, dehnt sich das Wasser aus und die Gletscher schmelzen immer schneller.

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