Insekten sollen die zwei großen Ernährungsprobleme lösen


Der Wurmburger als Alternative zum bisherigen Fleischbratling? Seit Jahresbeginn dürfen auch Mehlwürmer und Heuschrecken in der EU verkauft werden. Auf der Grünen Woche können die neuen Menü-Zutaten schon probiert werden. Quelle: WELT/Katharina Puche
In vielen Ländern sind Käfer und Grillen bereits wichtiger Bestandteil der Ernährung. In Europa ruft der Gedanke an Insekten-Burger oft noch Ekel hervor. Dabei könnten die Insekten nicht nur den weltweiten Hunger stillen.

Von Ernst August Ginten | DIE WELT

Unter harten Jungs galt es früher als Mutprobe, einen Regenwurm zu verspeisen – meist unter großem Gejohle. Das war eklig. Aber heute essen genau diese mittlerweile groß gewordenen Männer rohen Fisch, glibberige Austern oder Garnelen aller Art.

Und viele finden es vielleicht bald schon gar nicht mehr so eklig, Wurm-Burger und hochproteinhaltige Insektenriegel zu verspeisen. Die wird es nämlich bald auch in vielen deutschen Supermärkten geben, auch in Bioqualität.

Seit Anfang des Jahres sind laut einer neuen Novel-Food-Verordnung der Europäischen Union Insekten als Nahrungsmittel erlaubt. Und darauf hat eine ganze Reihe deutscher Start-ups nur gewartet. Denn das Marktpotenzial ist groß. Weltweit essen nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation FAO rund zwei Milliarden Menschen fast jeden Tag Eiweiß in Insektenform – und schonen damit die Umwelt und das Klima.

weiterlesen