Finanzkommission: ARD nimmt zu viel Geld ein


Grafik: Initiative No Billag
Bei der Volksabstimmung zur Abschaffung der Rundfunkpauschale in der Schweiz könnten Einkommensschwache den Ausschlag geben

Von Peter Mühlbauer | TELEPOLIS

In ihrer Berechnung des Finanzbedarfs für die Jahre 2017 bis 2020 hatte die ARD eine Deckungslücke von 142,4 Millionen Euro geltend gemacht. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) kommt in einem gestern erschienenen 420 Seiten dicken Bericht zu einem ganz anderen Ergebnis: Danach nimmt die ARD in diesem Zeitraum nicht 142,4 Millionen Euro zu wenig, sondern 502,4 Millionen Euro zu viel ein.

Beim ZDF, das sich einen Fehlbetrag von 63,6 Millionen Euro errechnet hatte, kam die KEF auf einen Überschuss in Höhe von 27,7 Millionen Euro. Die Unterschiede ergeben sich unter anderem dadurch, dass ARD und ZDF der KEF zufolge die steigende Entwicklung der Beitragseinnahmen auf insgesamt 31,185 Milliarden Euro bis 2020 ebenso wenig ausreichend berücksichtigten wie die voraussichtlich 1,03 Milliarden Euro an Werbe- und weitere 156,8 Millionen Euro aus Sponsoringeinnahmen.

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