Islam im Dritten Reich: Für Führer und Prophet


Muslimische Waffen-SS-Mitglieder lesen ein Heft mit dem Titel: ‚Islam und Judentum‘. (HO / AFP)
Hitler konnte das Christentum nicht ausstehen. Dem Islam konnte er etwas abgewinnen. Das NS-Regime ließ Hunderttausende muslimische Rekruten für Deutschland kämpfen. Dahinter stand „militärisches Kalkül“, sagte der Historiker David Motadel im Dlf. Ideologische Motive waren sekundär.

David Motadel im Gespräch mit Andreas Main | Deutschlandfunk

Andreas Main: Es geht hier und jetzt um eine merkwürdige Allianz: um die Allianz der Nazis mit den Muslimen. Die hat ein junger Historiker erforscht. Er heißt David Motadel. Er ist 1981 in Detmold geboren – als Sohn iranisch-deutscher Eltern mit Wurzeln in viele Religionsgemeinschaften. Er lehrt heute in England als Professor für Internationale Geschichte an der London School of Economics. Sein Buch über die Allianz der Nazis mit den Muslimen ist zuerst in den USA und England erschienen. Jetzt drei Jahre später auch auf Deutsch. Es hat den Titel „Für Prophet und Führer. Die Islamische Welt und das Dritte Reich“.

Ian Kershaw, einer der wichtigsten Forscher zum Nationalsozialismus, hat es als „herausragend“ bezeichnet, womit der Verlag auch – berechtigterweise – Werbung macht. Auch die Kritik in Deutschland ist ausgesprochen positiv ausgefallen. Ich kann nur ergänzen: Das ist ein Buch, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Hochgradig spannend – gerade, weil es so nüchtern und sachlich ist. Ich bin nun verbunden mit David Motadel. Willkommen und hallo, David Motadel.

David Motadel: Hallo Herr Main.

Main: Herr Motadel, lassen Sie uns mit der Tür ins Haus fallen. Heutige Neonazis hassen alle gleichermaßen: Juden, Gelbe, Braune, Schwarze, auch Muslime. Damit stehen sie im Gegensatz zum Original. Führende Nazis des sogenannten Dritten Reiches bewunderten Muslime offenbar. Verkehrte Welt?

Motadel: Ja, einige führende Nazis, also allen voran Hitler und Himmler, waren vom Islam tatsächlich fasziniert. Und sie haben auch wiederholt ihre Sympathie für den Islam bekundet. Das heißt zum Beispiel: Wann immer Hitler während der Kriegsjahre die katholische Kirche kritisierte, verglich er sie gleichzeitig mit dem Islam als gewissermaßen positives Gegenbeispiel.

Das heißt, während er den Katholizismus als schwache, verweichlichte Religion verurteilte, lobte er den Islam oft als starke, aggressive Kriegerreligion. Also, da gab es eine gewisse Faszination für den Islam.

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2 Gedanken zu “Islam im Dritten Reich: Für Führer und Prophet

  1. Der Islam gehört (seit rund einhundert Jahren) zu Deutschland!
    Oder: Das wahre Motiv für den Holocaust?

    Wussten Sie es? Haben Sie im Geschichtsunterricht jemals davon erfahren? Sowohl Kaiser Wilhelm II. als auch Hitler ließen sich von der Idee leiten, der Islam sei als eine bedeutende Macht politisch nutzbar. Tatsächlich war Hitler sogar vom Islam begeistert. Ebenso wie Himmler. Auf dessen Nachttisch lag der Koran. Beide sahen eine enge Verwandtschaft zwischen dem Nationalsozialismus und dem Islam.

    Hitler bezeichnete es sogar als ein Unglück der Deutschen, eine falsche Religion zu besitzen. Die „mohammedanische Religion“ sei viel geeigneter für die Beherrschung der Welt. Die Vorschriften und Verpflichtungen im Islam seien von intelligenten Menschen ausgedacht, so Hitler. Er bedauerte es ausdrücklich, dass die muslimischen Heere es nicht geschafft hatten, Europa im 17. Jahrhundert zu erobern.

    Ein Slogan lautete: „Allah im Himmel und Hitler auf Erden“. Im Reichssicherheitshauptamt wurde überlegt, Hitler als den im Koran vorhergesagten wiedergekehrten „Isa“ zu präsentieren, von Gott gesandt mit dem Ziel der Vernichtung der Juden.

    Die NSDAP ließ Muslime als Mitglieder zu. Die Wehrmacht gab Imam-Kurse und bildete Militär-Mullahs aus. Die SS warb Tausende von Muslimen an. 1942 wurde in Berlin ein Islamisches Zentralinstitut eröffnet. Das Propagandaministerium verbot der Presse die Verwendung der Begriffe „Antisemitismus“ und „antisemitisch“. Man unternahm wahnsinnige Anstrengungen im Streben nach einem Bündnis mit der islamischen Welt.

    Wer die wissenschaftliche Quelle dieser Informationen gelesen hat gelangt zu einer ungeheuren Schlussfolgerung: Das wahre Motiv für den Holocaust war offensichtlich die Darbringung eines gigantischen Opfers zum Gefallen der islamischen Welt, um diese im Kampf gegen England, Frankreich und Russland zu benutzen!

    Und: Auch heute noch benutzt man den Islam für größenwahnsinnige Ziele. Stichwort: „Generalschlssel Terrorismus“

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