Masernfälle in Europa steigen um 400 Prozent


Durch ausreichende Impfungen könnten Masernfälle vermieden werden. (Foto: Marius Becker/dpa)
  • In der WHO-Region Europa erkrankten 2017 mehr als 21 000 Menschen, 35 starben.
  • Als Grund nennt die Behörde die sinkenden Impfquoten.
  • Auch in Deutschland wurden größere Ausbrüche registriert.

Von Berit Uhlmann | Süddeutsche Zeitung

35 Europäer sind nach einer Bilanz der Weltgesundheitsorganisation WHO im vergangenen Jahr an den Masern gestorben. Mehr als 21 000 Menschen erkrankten. Damit zogen sich viermal mehr Menschen als im Vorjahr die vermeidbare Infektionskrankheit zu. „Das ist eine Tragödie, die wir einfach nicht akzeptieren können“, erklärte die für Europa zuständige WHO-Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab. Als Ursachen für den aktuellen Anstieg nennt die WHO die rückläufigen Impfquoten. Teilweise sei auch kein Impfstoff verfügbar gewesen.

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