Warum das Mittelmeer zur Wüste wurde


Vor rund sechs Millionen Jahren hob sich der Meeresgrund bei Gibraltar und schnitt das Mittelmeer vom Atlantik ab. © Roger Pibernat/ Daniel Garcia-Castellanos, CC-by-sa 3.0
Urzeit-Katastrophe im Mittelmeer: Ein bisher kaum bekannter tektonischer Prozess könnte zum Trockenfallen des Mittelmeers vor sechs Millionen Jahren beigetragen haben. Denn damals kam es unter der Meerenge von Gibraltar zu einer seitlichen Verschiebung und Stauchung eines untergetauchten Plattenstücks, wie Forscher herausgefunden haben. Dieses sogenannte „Slab Dragging“ führte zu einer Hebung des Meeresbodens und dies schnitt das Mittelmeer vom Wassernachschub aus dem Atlantik ab.

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Vor rund sechs Millionen Jahren erlebte das Mittelmeer eine dramatische Veränderung: Der Untergrund unter der Meerenge von Gibraltar hebt sich und schneidet dem Binnenmeer die Wasserzufuhr ab. Als Folge dieser messinischen Salinitätskrise wird das Mittelmeer zunächst immer salziger und trocknet dann völlig aus. Erst mehrere hunderttausend Jahre später endet diese Krise in einer gewaltigen Katastrophe: Der Gibraltar-Damm bricht und enorme Flutwellen ergießen sich in die Senke.

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