Die neue BND-Zentrale und ihre Nachbarn


Die BND-Zentrale. Kritiker sagen, sie sei ein abgeschirmter Bau, der den Stadtteil regelrecht zerschneidet.Foto: imago/PEMAX
135000 Kubikmeter Beton, 20000 Tonnen Stahl, abgeschottet von der Umgebung. Die Zentrale des Bundesnachrichtendienstes spaltet das Viertel an der Berliner Chausseestraße. In Alte und Neue, Gewinner und Verlierer.

Von Hannes Soltau | DER TAGESSPIEGEL

Ein hoher Zaun, gesichert und überwacht. Die andere Seite unerreichbar. Es ist ein Bild, das Werner Jacob aus seiner Kindheit kennt. Nur wenige Schritte von seinem Elternhaus entfernt, begann damals der Todesstreifen. Und vor der Haustür lag das „Ende der Welt“, wie Jacob es heute ausdrückt.

Knapp drei Jahrzehnte später teilt wieder ein Bauwerk seine Nachbarschaft. 36 Fußballfelder groß, 283 Meter lang erstreckt sich die dreiflügelige neue Zentrale des Bundesnachrichtendienstes längs der Chausseestraße in der Nordwestecke des Berliner Ortsteils Mitte. Eine Häuserreihe versperrt zwar Jacobs Blick aus dem Fenster auf den Neubau, doch nur 50 Meter Luftlinie trennen ihn von den „Schlapphüten“. So nennt Jacob seine neuen Nachbarn.

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