Islamwissenschafter: „Wir sollten die Salafisten entmystifizieren“


Themenbild. Salafisten in Deutschland (Bild: DW)
Islamwissenschafter Nedim Begović kritisiert, dass die Regierung von Bosnien-Herzegowina salafistische Gruppen nicht zwingt, dichtzumachen

Von Adelheid Wölfl | derStandard.at

Es handelt sich um kleine Gruppen, aber ihre Mitglieder sind radikale Sektierer. Die Salafisten wurden in Bosnien-Herzegowina erstmals vor circa 25 Jahren zum Thema. Im Jahr 2006 erklärte die Islamische Gemeinschaft (IG) erstmals durch eine Resolution, dass die Präsenz der salafistischen Bewegung eine Herausforderung für die Einheit der bosniakischen Muslime darstelle. Seither versucht die IG mit verschiedensten Maßnahmen gegen diese mittelalterliche Interpretation einzuwirken, die der traditionellen hanafitischen Schule auf dem Balkan fremd ist. Die Islamische Glaubensgemeinschaft, die in Bosnien-Herzegowina durch die österreichisch-ungarische Periode wie eine Kirche organisiert ist, ist für alle Moscheen und Imame im Land zuständig. Die Salafisten sind deshalb nicht in der IG vertreten. Aber sie haben sich andere „Räume“ gesucht und finden sie vor allem bei Facebook, Youtube und Twitter.

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